Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Militär übernimmt Macht in Myanmar, Aung San Suu Kyi festgenommen

euronews_icons_loading
Myanmar am Montagmorgen nach dem Putsch
Myanmar am Montagmorgen nach dem Putsch   -   Copyright  Thein Zaw/AP
Schriftgrösse Aa Aa

Auf den Fotos der Nachrichtenagenturen sieht alles ruhig aus in Myanmar am Montagmorgen, nach Angaben von Korrespondenten waren aber Soldaten in den Straßen der Hauptstadt Naypyidaw sowie in der Metropole Rangun zu sehen.

Militärs haben offenbar die Macht übernommen. Regierungschefin Aung San Suu Kyi und der Staatspräsident wurden festgenommen.

Als Grund für den Putsch gibt die Armeeführung "Wahlfälschung" an. Schon direkt nach den Wahlen im November hatten die obersten Militärs sich geweigert den Wahlsieg der von Suu Kyi geführten Nationalen Liga für Demokratie (NLD) anzuerkennen.

Nach einem Militärputsch im Jahr 1962 war das damalige Burma 49 Jahre lang von Militärs geleitet worden. Seit den 80er Jahren setzte sich Aung San Suu Kyi, die Tochter des Kämpfers für die Unabhängigkeit des Landes von Großbritannien Aung San, für Demokratie ein. 1991 bekam sie den Friedensnobelpreis.

Aung Shine Oo/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
Aung San Suu Kyi am 27. Januar in NaypyitawAung Shine Oo/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.

Bevor sie 2010 freigelassen wurde und 2012 ins Parlament einzog, hatte Aung San Suu Kyi 15 Jahre in Haft und unter Hausarrest verbracht.

Zuletzt war die Regierungschefin wegen des Völkermords an den in Myanmar jahrzehntelang verfolgten Rohingya vor ein internationale Gerichte gestellt worden.