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Drei Finger und rote Fahnen: Bislang größte Proteste in Myanmar

Drei Finger und rote Fahnen: Bislang größte Proteste in Myanmar
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Von Euronews mit DPA / AFP
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Dabei hatten die Behörden, um weitere Proteste zu unterbinden, das Internet im ganzen Land lahmgelegt.

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**Fünf Tage nach dem Militärputsch in Myanmar hat es in dem südostasiatischen Land die bisher größten Proteste gegen die Armeeführung gegeben.
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In Rangun (Yangon) beteiligten sich laut Medienberichten rund tausend Menschen an einem Protestmarsch. Auch in anderen Städten gingen die Menschen auf die Straße.

Die Teilnehmer riefen "Nieder mit der Militärdiktatur!" und schwenkten rote Fahnen. Rot ist die Farbe der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), der Partei der gestürzten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi.

Dabei hatten die Behörden, um weitere Proteste zu unterbinden, das Internet im ganzen Land lahmgelegt. Offenbar hält die Internet-Sperre an.

Die Armeeführung hatte am Montag mit einem Staatsstreich die Macht an sich gerissen und die Zivilregierung abgesetzt. Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi sowie der Präsident des Landes, Win Myint, wurden festgenommen. Das Militär rief einen einjährigen Notstand aus, nach dem Neuwahlen stattfinden sollen.

Die Armee begründet ihr Vorgehen mit angeblichen Manipulationen bei der Wahl. Belege hierfür konnte sie jedoch nicht beibringen. Regierungen in aller Welt verurteilten den Putsch und forderten die Freilassung der festgenommenen Politiker. Der neue US-Außenminister Antony Blinken rief China dazu auf, sich der internationalen Kritik am Vorgehen der Streitkräfte in Myanmar anzuschließen.

Der englischsprachige chinesische Staatssender China Global Television Network (CGTN) berichtete über die Proteste und zeigte Videos auf Twitter: 

Am Freitag gelang es der UNO, erstmals direkt mit der Armeeführung in Myanmar in Kontakt zu treten. Die Sondergesandte Christine Schraner Burgener habe in einem Gespräch mit dem stellvertretenden Armeechef die Position der Vereinten Nationen klar zum Ausdruck gebracht, sagte UNO-Generalsekretär Antonio Guterres.

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