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Nach Verhaftungen und Polizeigewalt: Erneut Massenproteste in Myanmar

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Nach Verhaftungen und Polizeigewalt: Erneut Massenproteste in Myanmar
Copyright  Aung-Shine/AP
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In Myanmar gehen die landesweiten Proteste gegen die Militärmachthaber weiter. Mehrere Tausend Menschen versammelten sich am Samstagmorgen erneut in der Wirtschaftsmetropole Rangun.

Auch in anderen Städten forderten Demonstranten die Freilassung der gewählten De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi. Rund 350 Menschen wurden seit Beginn der Proteste festgenommen.

Das Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen verurteilte am Freitag bei einer Sondersitzung in Genf die Festnahmen und den Einsatz von Gewalt.

Alle "willkürlich Inhaftierten" sofort freilassen

Die Vize-Hochkommissarin für Menschenrechte, Nada Al-Nashif erklärte, der wahllose Einsatz von tödlichen oder weniger tödlichen Waffen gegen friedliche Demonstranten sei inakzeptabel. Noch mehr Gewalt gegen das Volk Myanmars werde die Unrechtmäßigkeit des Putsches und die Schuld der Machthaber nur noch verschlimmern.

Alle "willkürlich Inhaftierten" müssten sofort freigelassen und die gewählte Regierung "wieder eingesetzt" werden, hieß es in dem von allen 47 Mitgliedern angenommenen Beschluss.

In der von der EU und Großbritannien vorgelegten Resolution wurden jedoch keine Sanktionen gegen die Armeeführung erwähnt, die sich Anfang Februar in dem südostasiatischen Land an die Macht geputscht hatte.

Sanktionen müssten "sorgfältig gewählt" werden, um die Militärführung zu treffen und nicht die Bevölkerung, hieß es vonseiten der UN.