Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Corona-Impfpass mit Privilegien: Israels Zwei-Klassen-Gesellschaft

Von Euronews mit AP, dpa
euronews_icons_loading
Benjamin Netanjahu forderte Israelis, die den neuen Impfpass haben, auf, von ihren Möglichkeiten Gebrauch zu machen
Benjamin Netanjahu forderte Israelis, die den neuen Impfpass haben, auf, von ihren Möglichkeiten Gebrauch zu machen   -   Copyright  Tal Shahar/ap
Schriftgrösse Aa Aa

Erste Schritte zurück in neues altes Leben: In Israel haben Einkaufszentren, Museen, Bibliotheken und Gebetshäuser wieder geöffnet.

Wohl ein Verdienst der erfolgreichen und effizienten Impfkampagne. Inzwischen kann sich jder Bürger und jede Bürgerin ab 16 Jahren impfen lassen, wenn er oder sie es will. Die meisten Lockdown-Maßnahmen bleiben aber noch bestehen.

Grünes Licht für Impfpass

Einen Bonus gibt es ab sofort für Besitzer eines sogenannten "Grünen Impfpasses". Ihn bekommt, wer schon zwei Mal geimpft ist oder eine Covid-19-Erkrankung hinter sich hat. Mit dem Ausweis können etwa Fitnessstudios, Hotels, Theater und Sportereignisse besucht werden.

Die Kriterien erfüllen zur Zeit rund 3,2 Millionen Israelis. Und natürlich auch der Regierungschef. Benjamin Netanjahu machte prompt von seinem Privileg Gebrauch und hantierte mit Hanteln in einem Fitnesstudio in Tel Aviv.

Dabei forderte er Impfpass-Inhaber und -inhaberinnen auf, von ihren erweiterten Freiheitsrechten Gebrauch zu machen. Das Motto der PR-Aktion: "The Greatest Challenge is You" - "Die größte Herausforderung bist du selbst".

Impfgegner und -gegnerinnen kritisierten den Grünen Pass als ungerecht und sprachen von einem Druckmittel der Regierung.

Noch ein Lichtschimmer im Lockdown: In fünften und sechsten Schulklassen darf in Städten mit niedrigen Infektionszahlen wieder Unterricht vor Ort stattfinden.