Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Osterurlaub? Balearen und Mallorca sind kein Risikogebiet mehr

Am Strand von Mallorca
Am Strand von Mallorca   -   Copyright  Francisco Seco/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

In zwei Wochen beginnen für viele in Europa die Osterferien. Jetzt hat die deutsche Regierung - wie auf der Internetseite des Robert Koch-Instituts zu lesen - die Reisewarnung für Mallorca und andere Teile Spanien aufgehoben. Die autonomen Gemeinschaften Kastilien- La Mancha, Valencia, Extremadura, Balearen, La Rioja und Murcia gelten nun nicht mehr als Risikogebiete - schreibt das RKI.

Das bedeutet: Urlaub auf Mallorca und in den anderen genannten Gebieten ist wieder ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich. Der größte Reiseveranstalter Tui plante sofort um und bietet schon ab dem 21. März von Hannover, Frankfurt und Düsseldorf Flüge nach Mallorca an.

In ihrem jüngsten Beschluss vom 3. März hatten Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten noch "eindringlich" an alle Bürgerinnen und Bürger appelliert, "auf nicht zwingend notwendige Reisen im Inland und auch ins Ausland" zu verzichten. Die Haltung ändert sich auch mit der Streichung Mallorcas und anderer Gebiete von der Risikoliste nicht. Das Auswärtige Amt wird ab Sonntag zwar nicht mehr vor Reisen dorthin warnen, aber weiterhin von "nicht notwendigen, touristischen Reisen" abraten. Das ist aber nicht mehr als eine Empfehlung.

Auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln wie Menorca, Ibiza und Formentera liegen die Infektionszahlen jedenfalls inzwischen weit unter denen aller deutschen Bundesländer. Mit gut 21 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gehört die Inselgruppe, die im Dezember und Januar lange die schlimmsten Zahlen ganz Spaniens hatte, inzwischen zu den Regionen mit den besten Werten. Der Grenzwert für die Einstufung als Risikogebiet liegt bei 50.

Allerdings gibt es auf den Balearen weiterhin eine nächtliche Ausgangssperre. Und über Ostern werden die Regeln innerhalb Spaniens verschärft.

Auf den spanischen Inseln löste die Nachricht aus Berlin Jubel aus.

Auf der Karte des Europäisches Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) sind Portugal und Teile Spaniens nur noch orange und nicht mehr rot.

Die Schweiz hat ganz Spanien von der Quarantäneliste des Bundesamts für Gesundheit (BAG) gestrichen. Ab dem 22. März stehen aber zwölf neue Länder und acht weitere Regionen der Nachbarstaaten auf der Risikoliste, darunter der Kosovo, Belgien und das österreichische Bundesland Wien.