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Corona-Lage weltweit: Mehr Tote durch Covid-19 in den USA als durch alle Kriege

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Medizinisches Personal in Kalifornien transportiert Corona-Opfer im Januar 2021
Medizinisches Personal in Kalifornien transportiert Corona-Opfer im Januar 2021   -   Copyright  AP/AP
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Fast 500.000 Menschen sind in den USA an Covid-19 verstorben - das sind mehr Tote als US-amerikanische Tote in allen Kriegen zusammen, das heißt mehr als im Ersten und im Zweiten Weltkrieg sowie im Vietnam-Krieg.

Die USA haben weltweit laut Johns-Hopkins-Uni die meisten Todesfälle durch Covid-19, vor Brasilien mit mehr als 246.000 Toten, Mexiko mit mehr als 180.000 und Indien mit mehr als 156.000 Toten. An fünfter Stelle liegt Großbritannien mit mehr als 120.000 Toten, vor Italien mit mehr als 95.000 Todesfällen.

Gleichzeitig gibt es Hoffnung - so schreibt die New York Times -, denn die Zahl der Neuinfektionen ist in den USA in den vergangenen Tagen sehr stark zurückgegangen, auch die Zahl der täglichen Todesfälle ging zuletzt zurück.

Auf ihrer Titelseite druckt die New York Times eine "Mauer der Trauer" ab.

Der Virologe Anthony Fauci, der US-Präsident Joe Biden berät, erklärte angesichts der fast 500.000 Toten: "Das ist schrecklich. So etwas haben wir seit 100 Jahren nicht erlebt, seit der Pandemie von 1918."

Australien startet Impfkampagne

In Australien ist Ministerpräsident Scott Morrison mit gutem Beispiel vorangegangen: Er hat sich als einer der ersten des Landes gegen Covid-19 impfen lassen und die Öffentlichkeit aufgefordert, sich an dem Impfprogramm zu beteiligen.

Scott Morrison sagte: "Es ist sicher, es ist wichtig, begleiten Sie uns auf diesem australischen Weg, der uns aus der Covid-19-Pandemie herausführt."

Die Impfungen in Australien sind diese Woche gestartet. Für die rund 25 Millionen Australierinnen und Australier sind rund 150 Millionen Impfdosen mehrerer Hersteller bestellt worden. Den Anfang machen hier das Gesundheitspersonal, Bewohner:innen und Mitarbeiter:innen von Pflegeheimen sowie Beschäftigte von Quarantänestationen.

Vor dem Impfstart hatte sich in Australien Widerstand gegen nationale Impfkampagne formiert. In mehreren Großstädten wie Sydney versammelten sich Hunderte Demonstrierende zu Märschen und Kundgebungen. In Melbourne wurden bei Protesten mehrere Menschen festgenommen.

St. Petersburg impft Obdachlose

In der zweitgrößten Stadt Russlands, St. Petersburg, wurden vierzig Obdachlose mit dem russischen Impfstoff Sputnik gegen das Coronavirus geimpft. Die Aktion haben die Behörden zusammen mit einer Hilfsorganisation durchgeführt.

Der 60-jährige Vladimir Suvorov hat eine Impfung erhalten: "Wenn sie sagen, es ist notwendig, dann ist es so. Ich gehe normalerweise nicht zum Arzt, aber es ist schwer, mit ihnen zu streiten. Das ist jetzt eine andere Zeit und ein anderes Leben."

Inszenierte Impfstoff-Spende für den Gazastreifen

Und auch in Gaza sind jetzt die ersten Menschen geimpft worden, ebenfalls mit Sputnik und dank einer Initiative der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Spende kam über den Grenzübergang in der Stadt Rafah über Ägypten ins Land. Seine Blockade gegenüber den Gaza hält das Land auch während der Pandemie aufrechterhält.

Israel ist weltweit führend bei der Impfung seiner Bevölkerung. NGOs hatten Israel aufgefordert, dafür zu sorgen, dass auch die Palästinenser in Gaza und im Westjordanland geimpt werden.

In Gaza ist bislang noch keine landesweit organisierte Impfkampagne gestartet. Die Impfspende stammt von Mohammed Dahlan, ein ehemaliges Spitzenmitglied von Präsidenten Mahmud Abbas' Fatah-Partei. Mohammed Dahlan lebt mittlerweile in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Exil und ist ein Rivale Mahmud Abbas'.

Berichten zufolge sehen einige Palästinenser die inszenierte Impfstoff-Lieferung als einen politischen Schachzug im Vorfeld der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Mai und Juli.