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Stichtag 1. März: Schweiz und Dänemark feiern Wiedereröffnungen

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Am 16. Januar konnten die Schweizer und Schweizerinnen letztmalig in nicht-essentiellen Geschäften einkaufen. Das ändert sich am 1. März
Am 16. Januar konnten die Schweizer und Schweizerinnen letztmalig in nicht-essentiellen Geschäften einkaufen. Das ändert sich am 1. März   -   Copyright  LAURENT GILLIERON/AP
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Die französische Regierung ist besorgt, weil sich die Coronavirus-Situation im ganzen Land verschlechtere und dass deshalb in bestimmten Regionen weitere Maßnahmen notwendig sein könnten.

In zehn Départements sei die Lage sogar sehr besorgniserregend. Die Covid-19-Fälle seien in der vergangenen Woche um zehn Prozent gestiegen, sagte Regierungssprecher Gabriel Atttal. In einigen Gebieten drängten sich schnelle und kräftige Maßnahmen auf. Attal verwies etwa auf den Teil-Lockdown, der für die Küstenregion des südlichen Départements Alpes-Maritimes beschlossen worden war.

Ferner sagte Attal in Paris: "Wir erfüllen unsere Verpflichtungen, uns zu beraten sowie angepasste und effiziente Entscheidungen vor Ort zu treffen. Und was wir für die südöstliche Küste beschlossen haben und woran wir für Dünkirchen arbeiten, könnte auch in einigen anderen Regionen angewandt werden, falls es notwendig werden sollte."

Lockerungen in Dänemark

Dänemark, das seit Ende Dezember unter einem teilweisen Lockdown steht, kündigte an diesem Mittwoch an, dass es einige Corona-Beschränkungen lockern, aber die meisten trotz Protesten der Opposition beibehalten werde.

Der Schwerpunkt werde auf einer regionalen Wiedereröffnung einiger Schulen mit einer Auswertung nach 14 Tagen liegen. Darüber hinaus würden die meisten kleineren Einzelhandelsgeschäfte am kommenden Montag wieder öffnen dürfen, ebenso wie Freiluft- und Kultureinrichtungen sowie Sportstätten im Freien. Voraussetzung für die Wiedereröffnung von Geschäften ist, dass sie kleiner als 5.000 Quadratmeter sind und nicht in Einkaufszentren liegen.

Die Neuinfektionszahlen in Dänemark sind seit Mitte Dezember deutlich zurückgegangen und zählen derzeit auf die Bevölkerung gerechnet zu den niedrigsten in der EU.

Schweiz: Stichtag 1. März

Die Schweiz wird sich nach Regierungsangaben wie Dänemark ab dem 1. März schrittweise vom Lockdown verabschieden. Die Regierung bestätigte Pläne, Geschäfte, Museen und Bibliotheken zu öffnen und Versammlungen im Freien mit bis zu 15 Personen zu erlauben.

Die nächste Stufe der Wiedereröffnung ist für den 22. März geplant, abhängig von den Ereignissen. Die Regierung wird am 19. März entscheiden, welche Schritte als nächstes unternommen werden sollen.

Spanien investiert

Der spanische Premierminister Pedro Sanchez kündigte ein zusätzliches 11-Milliarden-Euro-Paket für kleine und mittlere Unternehmen sowie Selbstständige an, um ihnen bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise aufgrund der Coronavirus-Pandemie zu helfen. Sanchez bestätigte auch, dass der Alarmzustand bis zum nächsten 9. Mai andauern wird.

Zum Finanzpaket sagte Sanchez: "11 Milliarden Euro, um die Solvenz ihrer Bilanzen zu stärken, damit sie ihre wirtschaftliche Tätigkeit wieder aufnehmen, die notwendigen Investitionen tätigen und die notwendigen Arbeitskräfte einstellen können, um den wirtschaftlichen Aufschwung in vollem Umfang zu beginnen."

Tschechische Republik: traurige Spitzenstellung

Der tschechische Regierungschef Andrej Babis erklärte, sein Land müsse muss in den kommenden Wochen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie verschärfen und eine "Katastrophe" in den Krankenhäusern verhindern, da das Land mit einer der höchsten Covid-19-Infektions- und Todesraten der Welt konfrontiert sei.

Am Dienstag wurden in der Tschechischen Republik 15.672 positive Coronavirus-Tests registriert, die höchste Zahl seit dem 6. Januar und ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Montag mit 11.391Fällen. Innerhalb der EU hat die Tschechische Republik die höchste Anzahl von Covid-19-Fällen pro Million Einwohnerinnen und Einwohner (110.687). Weltweit sind nur Andorra (139.000) und Montenegro (117.000) schlechter dran.