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Corona am 25.02.: Harter Lockdown für Dünkirchen, Schweden verschärft

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Corona am 25.02.: Harter Lockdown für Dünkirchen, Schweden verschärft
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Die Corona-Lage in der nordfranzösischen Stadt Dünkirchen hat der Regierung seit Tagen Sorge bereitet. Zuletzt meldeten die Gesundheitsbehörden hier eine 7-Tage-Inzidenz von rund 900. Jetzt wurde reagiert: An den beiden kommenden Wochenenden gilt in der Hafenstadt und Umgebung ein strenger Lockdown. Das kündigte Gesundheitsminister Olivier Véran an.

In Dünkirchen und in den Gemeinden von Flandern gilt am Wochenende eine Ausgangssperre von diesem Wochenende an. Es gibt die üblichen Ausnahmen, wie Einkäufe oder dringende medizinischen Gründe. Alle Geschäfte außer Supermärkte werden geschlossen. Ich wiederhole, die Dynamik der Pandemie ist in unserem Land sowie in Europa nicht gut.
Olivier Véran
Gesundheitsminister Frankreich

Der Schritt kommt nur wenige Tage, nachdem ein Teil-Lockdown für die Küstenregion des südlichen Départements Alpes-Maritimes beschlossen worden war. Einen landesweiten Lockdown will die Regierung weiter verhindern. Diesen hatte es bereits zweimal gegeben - im vergangenen Frühjahr und Herbst. Derzeit gilt eine abendliche Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. Geschäfte und Schulen sind weitgehend geöffnet.

Schweden: Restriktionen für Restaurants und Geschäfte

Auch in Schweden gelten neue Maßnahmen. So bleiben Restaurants, Kneipen und Cafés zwar weiterhin geöffnet, sollen aber künftig schon um 20h30 schließen. Diese Regelung gilt ab dem 1. März. Regierungschef Stefan Löfven erklärte, die Virusausbreitung nehme weiter zu. Es bestehe das Risiko einer dritten Corona-Welle.

Geschäfte werden nach Angaben der Gesundheitsbehörde ab Montag zudem angehalten, ihre Kunden dazu zu ermahnen, alleine statt zusammen mit Angehörigen einzukaufen. Die Behörde will auch die Besucherzahl in Läden, Einkaufspassagen und Fitnessstudios begrenzen. Wettkampfveranstaltungen mit Ausnahme des Spitzensports und Partien von Kinder und Jugendlichen, die 2005 oder später geboren sind, sollen darüber hinaus nicht mehr zugelassen sein, sagte der Generaldirektor der schwedischen Gesundheitsbehörde Folkhälsomyndigheten Johan Carlson.

Spahn will Corona-Schnelltests

In Deutschland haben die Behörden die ersten drei Sonderzulassungen für Corona-Selbsttests erteilt. Zuvor war Gesundheitsminister Jens Spahn wegen des voreiligen Versprechens kostenloser Tests, das er nicht halten konnte, unter Druck geraten.

Corona gibt nicht einfach auf, das Virus gibt nicht einfach auf, aber wir haben Tag um Tag mehr Mittel, mehr Möglichkeiten, damit umzugehen und ein Stück Normalität zurückzugewinnen, und testen leistet dazu einen wichtigen Beitrag.
Jens Spahn
Bundesgesundheitsminister

Bei allen drei Tests würden die Proben durch einen Abstrich im vorderen Nasenbereich entnommen. Dieser könne nach den von den Herstellern vorgelegten Studien jeweils durch Laien sicher vorgenommen werden, erklärte das Bundesinstitut weiter.

Vor der Erteilung einer Sonderzulassung prüft das Bundesinstitut nicht nur das technische Funktionieren des Tests. Es geht auch um die Frage, ob der Test sicher von Laien angewendet werden kann. Dazu gehört unter anderem auch eine verständliche Bedienungsanleitung, hieß es im Vorfeld.

Schnelltests gelten neben den Impfungen als ein wichtiger Baustein bei der Eindämmung der Pandemie. Das Thema hat durch die rasante Ausbreitung der als noch ansteckender geltenden Corona-Variante, die zuerst in Großbritannien entdeckt worden war, sowie die Öffnungsschritte bei Kitas und Schulen weiter an Bedeutung gewonnen.

USA vor Zulassung eines dritten Impfstoffs

Wenige Tage vor der erwarteten Entscheidung über eine Notfallzulassung in den USA hat die US-Arzneimittelbehörde FDA dem Corona-Impfstoff des US-Konzerns Johnson & Johnson ein erstes gutes Zeugnis ausgestellt.

Der Impfstoff erfülle die Kriterien für eine Notfallzulassung, hieß es in einem am Mittwoch von der FDA veröffentlichten Dokument. Rund vier Wochen nach Verabreichung biete der Impfstoff einen rund 66-prozentigen Schutz vor mittleren oder schweren Covid-19-Krankheitsverläufen. Größere Sicherheitsbedenken gebe es keine.

Es wäre, nach den Impfstoffen vom Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer und vom US-Pharma-Unternehmen Moderna, der dritte in den USA bedingt zugelassene Corona-Impfstoff - und der erste, der nur einmal gespritzt werden muss.