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Winston Churchill-Gemälde von Angelina Jolie für 9,6 Mio Euro verkauft

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Winston Churchill-Gemälde von Angelina Jolie für 9,6 Mio Euro verkauft
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Ein Gemälde von Winston Churchill wurde bei einer Auktion in London für schwindelerregende 8,3 Millionen Pfund (rund 9,6 Millionen Euro) verkauft.

Der damalige britische Premierminister hatte den "Turm der Koutoubia-Moschee" nach der Casablanca-Konferenz von 1943 gemalt, auf der die Alliierten das militärische Vorgehen gegen Nazi-Deutschland planten. Mit dem US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt hatte Churchill nach der Konferenz einen Ausflug nach Marrakesch, wo das Bild entstand.

Nicholas Orchard, Leiter "Modern British Art" bei Christie's: "Viele Leute wissen gar nicht, dass er gemalt hat, er war ein Amateurkünstler und malte zum Zeitvertreib. Über 500 Werke in Öl hat er gemalt und dieses hier ist eine besondere Rarität, weil es das einzige Gemälde ist, das er während des gesamten Zweiten Weltkriegs gemalt hat."

Die Autorin Meryanne Loum Martin lebt in Marrakesch und hat eine Kopie des Gemäldes. Durch ihre Recherchen weiß sie, dass Churchill eine große Zuneigung zu der Stadt empfand.

Meryanne Loum Martin: "Churchill, der Marrakesch liebte, sagte am Ende der Konferenz in Casablanca zu Roosevelt, er habe Charles de Gaulle nicht eingeladen, aber er habe Roosevelt eingeladen, mit nach Marrakesch zu kommen, weil er Marokko nicht verlassen könne, ohne den Sonnenuntergang über dem Atlas-Gebirge gesehen zu haben."

Es heißt, Churchill wollte die Mystik des Landes in seinen Bildern festhalten.

Das Kunstwerk hat mehrmals die Besitzer gewechselt, seit Churchill es Roosevelt geschenkt hatte. Die letzte, bevor es jetzt wieder verkauft wurde, war Schauspielerin Angelina Jolie.