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1.000 protestieren in Offenbach gegen Höcke und die AfD

Protest gegen die AfD - ARCHIV
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In Offenbach haben etwa 1.000 Personen unter dem Motto "Bunt statt braun" gegen den Vorsitzenden der AfD von Thüringen, Björn Höcke, protestiert, der in die Stadt gekommen war. Mit seiner Rede, in der er die Corona-Regeln der Bundesregierung kritisierte, wollte Höcke im hessischen Kommunalwahlkampf mitmischen. Am 14. März - gleichzeitig mit den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg - finden in Hessen Kommunalwahlen statt.

Wie die FAZ berichtet, nahm der Offenbacher Oberbürgermeister Felix Schwenke von der SPD an der Gegenkundgebung teil. Auf dem Rathaus der Stadt war ein Plakat angebracht mit dem Slogan: "Offenbach steht für Toleranz und Vielfalt".

Viele Protestierende warfen der AfD vor, für das Attentat im nahegelegenen Hanau mit verantwortlich zu sein. Vor einem Jahr hatte ein Rechtsradikaler in Hanau aus rassistischen Motiven neun Menschen - und danach seine Mutter und sich selbst - erschossen. "AfD hat mitgeschossen" stand auf einem Plakat des Protestzuges.

Einige Teilnehmer:innen der Gegendemo versuchten laut Polizeimitteilung die Absperrungen zu der Veranstaltung der AfD zu überwinden. Sieben Personen wurden vorübergehend festgenommen.

Auf Twitter teilten viele Videos und Fotos der Protestaktion.

Die Polizei schätzte die Anhänger:innen von Björn Höcke auf etwa 50 Personen.

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der Verfassungsschutz die gesamte AfD als rechtsextremistischen Verdachtsfall einstuft, was bedeutet, dass die Partei ausgespäht werden darf. Björn Höcke durfte schon zuvorigen Gerichtsurteilen zufolge als "Faschist" bezeichnet werden.