Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Belgien will lockern, Tschechien bittet um Hilfe: Die Corona-Lage in Europa

euronews_icons_loading
Nagelstudio in Brüssel: In Belgien wurde bereits die zweite Öffnungsphase eingeläutet.
Nagelstudio in Brüssel: In Belgien wurde bereits die zweite Öffnungsphase eingeläutet.   -   Copyright  Olivier Matthys/ Associated Press
Schriftgrösse Aa Aa

In Belgien hat die Regierung die schrittweise Lockerung der Corona-Maßnahmen angekündigt. So dürfen sich ab Montag zehn statt bislang vier Menschen draußen treffen. Ab April könnten Kulturveranstaltungen und Gottesdienste mit bis zu 50 Menschen zugelassen werden, im Mai soll die Öffnung der Gaststätten folgen. Nicht unbedingt notwendige Reisen ins Ausland und Einreisen nach Belgien bleiben aber bis nach Ostern verboten.

"Wir sind uns sehr bewusst, dass es Perspektiven braucht", sagte Ministerpräsident Alexander de Croo am Freitag. "Fünf Monate mit Maßnahmen und Einschränkungen sind hart und haben einen Einfluss auf das psychische Wohlbefinden."

Die Priorität bei den Lockerungen liege bei Bildung, jungen Menschen und Aktivitäten an der frischen Luft, so der belgische Regierungschef.

Tschechien: Deutschland will helfen

In Tschechien, das derzeit die höchste 14-Tage-Inzidenz der EU hat, stehen die Krankenhäuser laut dem Gesundheitsminister wegen der Verbreitung der britischen Virusvariante unter "extremen Druck". Die Regierung ordnete MedizinstudentInnen zum Dienst in den Kliniken an. Zudem bat das Land mehrere europäische Länder darum, Covid-19-PatientInnen aufzunehmen, darunter Deutschland. Man sei dazu bereits in Gesprächen mit den Verantwortlichen in der tschechischen Hauptstadt Prag und auch mit einzelnen Bundesländern in Deutschland, sagte der deutsche Außenminister Heiko Maas am Freitag. "Wir würden das sehr begrüßen, wenn wir die schwierige Situation, die es in der Tschechischen Republik gibt, damit etwas mildern könnten."

In Italien wurden die Maßnahmen in einigen Regionen verschärft, unter anderem in der Lombardei. In der Region rund um Mailand sind ab Montag die Schulen geschlossen. Außerdem wurden die Regionen Friaul-Julisch Venetien und Venetien zu orangen Zonen, der zweithöchsten Corona-Gefahrenstufe, erklärt. Das süditalienische Kampanien ist fortan rote Zone.

Auch in Frankreich ist angesichts einer Infektionslage mit 20.000 bis 30.000 neuen Fällen pro Tag keine Lockerung der Maßnahmen in Sicht. Kulturschaffende forderten in Paris die Wiedereröffnung von Theatern und Kinos und mehr Unterstützung durch die Regierung. Etwa 50 Musiker und Schauspielerinnen besetzten das Odéon-Theater.