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Gewaltwelle ebbt nicht ab: Militär tötet mehrere Zivilisten

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Viele Demonstrierende ignorierten in Yangon die nächtliche Ausgangssperre
Viele Demonstrierende ignorierten in Yangon die nächtliche Ausgangssperre   -   Copyright  AP/APTN
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Im Norden von Myanmar haben Sicherheitskräfte erneut mit scharfer Munition auf Demonstrierende geschossen.

Dabei wurden laut Medienberichten mindestens zwei Menschen erschossen und mehrere weitere schwer verletzt. Die Demonstrationen richteten sich gegen den Staatsstreich vom 1. Februar und die Militärführung des Landes.

Auch in der größten Stadt Myanmars, Yangon, kam es zu Unruhen. Zahlreiche Putschgegner und -gegnerinnen ignorierten die Ausgangssperre und versuchten, rund 200 eingekesselten Mitstreiterinnen und Mitstreitern zu helfen.

Die Bereitschaftspolizei setzte Blendgranaten ein. Es war die bislang umfangreichste Auflehnung gegen die kurz nach dem Putsch verhängte Ausgangssperre.

Vermittlung bislang erfolglos

Auf Videoaufnahmen war zu erkennen, wie mutmaßliche Einheiten des Militärs und der Polizei durch Yangon zogen und Schüsse abfeuerten.

Der myanmarische Botschafter in Großbritannien, Kyaw Zwar Minn, forderte die Freilassungen der De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi und des Präsidenten U Win Myint sowie die Einhaltung diplomatischer Wege. Die einzige Möglichkeit zur Bewältigung der gegenwärtigen Krise sei der Verhandlungstisch.

Bereits über 50 Tote

Trotz des vermehrten Einsatzes scharfer Munition lassen sich die Anhänger und Anhängerinnen der Opposition offenbar nicht von der Gangart des Militärs einschüchtern. Mindestens 50 Zivilisten und Zivilistinnen kamen bei dem Konflikt bereits ums Leben.

Internationale Appelle und Sanktionen seitens Ländern wie der USA und Großbritannien zeigen bislang keine Wirkung.