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Corona-Boom: Liefer-Jobs unter der Lupe

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Von su mit AP, AFP
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Corona-Boom: Liefer-Jobs unter der Lupe
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Zustellkuriere – sind das Angestellte oder doch “Gig”-Arbeiter – unabhängige Selbständige, Freiberufler oder geringfügig Beschäftigte die kurzfristig kleine Aufträge abarbeiten?

Die spanische Regierung will Fahrer, die für Lieferfirmen wie Deliveroo und UberEats arbeiten, nach Beschwerden über ihre Arbeitsbedingungen als Angestellte anerkennen lassen – eine Premiere in der EU. Vor einem halben Jahr hatte sich die linke spanische Regierung verpflichtet, den rechtlichen Status von Kurieren zu klären, die für Online-Zustellfirmen arbeiten.

Arbeitsministerin Yolanda Diaz:

„Tausende Arbeitnehmer werden Angestellte und alle Rechte genießen, die Angestellte im Arbeitsrecht haben.“

ARBEITSBEDINGUNGEN ZUM TEIL "PREKÄR"

Auch von der französischen Regierung werden demnächst Vorschläge für Lieferfahrer erwartet, und die Europäische Union ist an dem Thema dran.

Aber auch angestellt ist die Liefer-Arbeit trotz Corona-Boom kein Zuckerschlecken.

Gustavo Gaviria, Sprecher der spanischen Lieferfahrer-Vereinigung 'Repartidores Unidos':

„Wir kennen die Realität unserer angestellten Kollegen in der Branche sehr gut, da findet man prekäre Verträge, befristete Verträge, Überwachungskontrollen, rotierende Zeitpläne und Chefs, die die Lieferung von Bestellungen überprüfen.“

ITALIEN

Lieferplattformen sind auch anderswo in Europa unter Druck geraten – der Markt ist in Bewegung.

Letzten Monat verkündeten italienische Staatsanwälte Uber Eats und anderen Plattformen für die Zustellung von Lebensmitteln, dass ihre Kuriere Angestellte und keine unabhängigen Arbeitnehmer seien, und bestraften sie mit 733 Millionen Euro wegen Verstoßes gegen die Arbeitsschutzbestimmungen.

GROSSBRITANNIEN

Und auch der britische Oberste Gerichtshof entschied, dass Uber-Fahrer und Zusteller Arbeiter sind und keine unabhängigen Auftragnehmer.

su mit AP, AFP