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Lockdown-Experiment: 40 Tage freiwillig in einer Höhle

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Eingang der Höhle von Lombrives
Eingang der Höhle von Lombrives   -   Copyright  GEORGES GOBET/AFP or licensors
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Willkommen in der Höhle von Lombrives, eine der größten Europas und ein beliebtes Touristenziel. Aber das hier ist kein gewöhnlicher Höhlenspaziergang, sondern ein wissenschaftliches Experiment.

14 Menschen haben sich freiwillig in die Grotte einsperren lassen, 40 Tage lang total abgeschnitten von der Außenwelt, ohne Handys oder Uhren. Lediglich ein paar Bücher und Naschzeug dürfen mit.

Bei dem Experiment soll die Auswirkung des Verlusts von Raum und Zeit untersucht werden.

Ihn habe fasziniert, auf seine Art und Weise einen kleinen Beitrag zu künftigen Weltraum- oder Mondmissionen zu leisten, sagt François Mattens, eigentlich Innovationsmanager und Teilnehmer des Projekts.

In der Höhle mit den anderen

Auch eine Juwelierin ist dabei, eine Krankenschwester, ein Mathelehrer und ein Anästhesist: 7 Frauen und 7 Männer aus unterschiedlichsten Bereichen. Lockdown-Erfahrung haben sie alle. Ansonsten wird es wohl ein bisschen wie bei "Big Brother".

Der teilnehmende Biologe Arnaud Burel meint: "Es ist nicht einfach, mit 14 Personen in einem abgeschlossenen Raum zu leben. Die Kommunikation wird eine Schlüsselrolle spielen. Ich persönlich denke, dass es eine echte Herausforderung sein wird, zu kommunizieren, zusammenzuarbeiten und zusammenzuleben, vor allem, wenn einem alles genommen wird, was mit Zeit zu tun hat."

Gemeinsam werden sie außerdem kochen und Strom erzeugen - unter der ständigen Beobachtung von Videokameras - und bei 95 Prozent Luftfeuchtigkeit und maximal 12 Grad.

Auslöser für das Forschungsprojekt namens "Deep Time" war übrigens der Corona-Lockdown. Französische Wissenschaftler wollten mehr über die Anpassungsfähigkeit des Menschen erfahren.