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Von der Leyen droht AstraZeneca mit Exportverbot

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Von der Leyen droht AstraZeneca mit Exportverbot
Copyright  AP Photo - Robert Michael/DPA
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Angesichts steigender Coronavirus-Zahlen hat die Europäische Union den Druck auf die Pharmaunternehmen erhöht, ihre Impfstoffabgabe zu beschleunigen.

Die Europäische Kommission sagte, dass insbesondere AstraZeneca Exportverbote in Länder außerhalb der EU erhalten könnte, wenn es nicht schnell die versprochene Menge an Impfstoffen an den 27-Na tionen-Block liefern würde.

"Wir haben die Möglichkeit, geplante Exporte zu verbieten", sagte die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen.

"Dies ist eine Botschaft an AstraZeneca: Sie erfüllen Ihren Teil des Geschäfts mit Europa, bevor Sie mit der Lieferung in andere Länder beginnen."

Von der Leyen sagte, der Vertrag zwischen der EU und AstraZeneca regele klar, wie viel Impfstoffe die EU von AstraZenecas Werken innerhalb der EU und in Großbritannien erhält.

Der Coronavirus-Impfstoff von AstraZeneca ist einer von drei in der EU zugelassenen Impfstoffen.

Sie warf dem Unternehmen vor, im ersten Quartal nur 30 Prozent der vereinbarten Menge geliefert zu haben. Dass die EU-Kommission neue Exportauflagen für knappen Corona-Impfstoff erwägt, hatte von der Leyen bereits am Mittwoch erklärt.

Am Freitag hatte die Kommissionspräsidentin mitgeteilt, dass ein förmliches Schreiben an Astrazeneca wegen Lieferschwierigkeiten beim Corona-Impfstoff geschickt wurde. «Wir wollen ein strukturiertes Vorgehen zur Lösung der Kontroversen in Gang setzen», sagte von der Leyen im Interview der italienischen Zeitung La Repubblica. Es gebe einige offene Punkte bei den Verträgen und der beste Weg, sie zu klären, sei dieser.