Papst-Kritik am Gedenktag für Mafia-Opfer: "Götzendienst"

Archivfoto aus dem Jahr 2010. Ein mutmaßliches Mafia-Mitglied grüßt nach seiner Festnahme
Archivfoto aus dem Jahr 2010. Ein mutmaßliches Mafia-Mitglied grüßt nach seiner Festnahme Copyright AP
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Von Euronews
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Italien hat an diesem Sonntag zum 26. Mal den Gedenktag für Mafia-Opfer begangen. Das Organisierte Verbrechen in Italie hat auch oder gerade zu Pandemie-Zeiten Hochkonjunktur.

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Italien hat einen "Nationalen Tag des Gedenkens und des Engagements in Erinnerung an die unschuldigen Opfer der Mafia" begangen.

Staatspräsident Sergio Mattarella betonte anlässlich des Gedenktages, das Auslöschen der Mafia sei möglich und notwendig.

Italien werde niemals die Diener des Staates, die freien Menschen vergessen, die ihre Werte nicht aufgegeben hätten, obwohl sie gewusst hätten, dass sie ihr Leben aufs Spiel setzen", erklärte Mattarella.

Auch Papst Franziskus nutzte den 26. Nationalen Gedenktag zu einer Botschaft: "Mafiaähnliche Organisationen gibt es in vielen Teilen der Welt, und sie machen Geld, indem sie die Pandemie durch Korruption ausnutzen. Diese Strukturen der Sünde, diese mafiösen Strukturen, die dem Evangelium Christi entgegenstehen, verwechseln den Glauben mit Götzendienst. Erinnern wir uns heute an alle Opfer und erneuern wir unseren Einsatz gegen die Mafia."

Das organisierte Verbrechen hat es in Zeiten der Pandemie in Italien geschafft, seine Aktivitäten zu verstärken. Es gab einen Rekordanstieg bei den Anti-Mafia-Aktionen: 2020 waren es nach Angaben des Innenministeriums 2130 Einsätze. Das ist ein Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 38 Prozent.

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