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Zwischenfall in Natanz: Iran beschuldigt Israel

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Zwischenfall in Natanz: Iran beschuldigt Israel
Copyright  Atomic Energy Organization of Iran via AP, File
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Der Iran wirft Israel vor, hinter dem Zwischenfall in der Atomanlage in Natanz zu stecken. In der Anlage rund 250 Kilometer südlich der Hauptstadt Teheran wird Uran angereichert. Es war dort am Sonntag zu einem Stromausfall gekommen. Menschen seien dabei nicht zu Schaden gekommen, und es seien keine giftigen Stoffe ausgetreten, teilte der Iran mit.

Saeed Khatibzadeh, Sprecher des iranischen Außenministeriums, sagte: „Mit dieser Handlung versucht das zionistische Regime, sich am iranischen Volk für seine Geduld und seine kluge Haltung in Bezug auf die Aufhebung der Sanktionen zu rächen. Irans Antwort wird zum richtigen Zeitpunkt und an der richtigen Stelle eine Rache am zionistischen Regime sein.“

Derzeit laufen Verhandlungen über einen Wiedereinstieg der Vereinigten Staaten in das Atomabkommen mit dem Iran. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump kündigte 2018 die Mitgliedschaft. Trumps Amtsnachfolger Joe Biden will das rückgängig machen. Direkte Verhandlungen zwischen Washington und Teheran gibt es aber bisher nicht. Der Iran fordert von den USA eine Rücknahme von Sanktionen. Aus dem Außenministerium in Teheran hieß es, die Verhandlungsposition der Islamischen Republik werde durch den Zwischenfall in Natanz nur noch besser.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Biden aufgerufen, nicht wieder in das Abkommen mit dem Iran einzusteigen. Netanjahu hat dem Iran in der Vergangenheit vorgeworfen, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu betreiben.