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Probleme mit Johnson & Johnson: Impfverzögerungen in Europa befürchtet

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Probleme mit Johnson & Johnson: Impfverzögerungen in Europa befürchtet
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Nach dem Aussetzen der Verabreichung des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson wird eine Verlangsamung der Immunisierung in Europa befürchtet. Der US-Konzern hatte gestern angekündigt, die Einführung seines Mittels in Europa vorübergehend zu stoppen. In den USA hatte es wenige Thrombose-Fälle nach Impfungen gegeben, deswegen wird der Wirkstoff derzeit auch dort nicht verabreicht.

Die Europäische Arzneimittelbehörde untersuche die Vorfälle jetzt, so Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Sicherheit gehe immer vor.

USA: Sechs Thrombose-Fälle unter fast 7 Millionen Geimpften

In den USA sind bisher 6,8 Millionen Menschen mit Johnson & Johnson geimpft worden. Die Behörden stoppten die Verabreichung, nach dem bei sechs Frauen ungewöhnliche Blutgerinnsel festgestellt wurden, eine starb.

Am Montag hatte es erste Lieferungen in die EU gegeben. Bis Ende Juni wurden 55 Millionen Dosen erwartet, darunter 10 Millionen Dosen in Deutschland. Auf den Mittel ruhen besonders große Hoffnungen für die Beschleunigung der Impfkampagnen, da nur eine Impfung nötig ist.

Ähnliche Bedenken gibt es auch beim britisch-schwedischen Imfpstoff Astrazeneca. In vielen europäischen Ländern war die Verabreichung nach Thrombosefällen kurzzeitig ausgesetzt worden. In Deutschland werden momentan nur Über-60-Jährige mit Astrazeneca geimpft.

Das Mittel ist wie auch das von Johnson & Johnson ein vektorbasierter Impfstoff. ExperInnen fragen sich nun, ob diese Methode der Auslöser für schwere Nebenwirkungen wie Thrombose sein könnte. Darüber wird bisher aber nur spekuliert.