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US-Studie zerstreut AstraZeneca-Bedenken - Johnson mahnt EU

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US-Studie zerstreut AstraZeneca-Bedenken - Johnson mahnt EU
Copyright  Alberto Pezzali/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Der britisch-schwedische Covid-19-Impfstoff von AstraZeneca hat eine 79-prozentige Wirksamkeit bei der Verhinderung symptomatischer Erkrankungen gezeigt.

Laut einer Studie mit mehr als 32.000 Freiwilligen in Chile, Peru und den USA ist der Impfstoff zu 100% geeignet, schwere Erkrankungen und Krankenhausaufenthalte zu vermeiden.

Auch die jüngsten Bedenken bezüglich Blutgerinnseln gehören laut des Vize-Präsidenten von Biopharmaceuticals R&D/AstraZeneca, Sir Mene Pangalos, der Vergangenheit an: "Die spezifische Überprüfung der thrombotischen Ereignisse ergab kein erhöhtes Thromboserisiko. Die Ergebnisse der US-Studie ergänzen die Daten der Oxford-Studie und eine wachsende Zahl von Daten aus der realen Welt, die zeigen, dass dieser Impfstoff gut verträglich und hochwirksam gegen alle Schweregrade von Cvid-19 und in allen untersuchten ethnischen und Altersgruppen ist."

Die Studie ergab außerdem, dass der Impfstoff bei Personen über 65 Jahren zu 80 Prozent wirksam ist. Spanien, das am Mittwoch die Impfung mit dem AstraZeneca-Vakzin wieder aufnimmt, plant nun, die Verwendung des Impfstoffs bei Menschen bis zu 65 Jahren zu erlauben.

Der Schutz von älteren Erwachsenen war ein viel diskutiertes Thema in den zwölf europäischen Ländern, die die Impfkampagne nach dem grünen Licht der Europäischen Arzneimittelbehörde wieder aufgenommen haben.

Konflikt mit London vor Beilegung?

Aber die Hauptsorge der EU ist jetzt die schleppende Lieferung der Impfstoffe, die zu Spannungen mit Großbritannien geführt hat.

Brüssel drohte, den Export des AstraZeneca-Impfstoffs nach Großbritannien zu blockieren und beschuldigte den Hersteller, seine Zusagen nicht einzuhalten.

Der britische Premierminister Boris Johnson sagte zu dem Konflikt: "Die Gespräche mit den EU-Partnern in den vergangenen Monaten haben mich darin bestärkt, dass sie keine Blockaden wollen. Ich denke, das ist sehr, sehr wichtig. Aber was für uns in Großbritannien wichtig ist, ist, dass wir mit der Auslieferung des Impfstoffs weitermachen."

Nach Gesprächen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron warnte Johnson, dass eine dritte Welle in Europa im Gange sei und man internationale Zusammenarbeit brauche, um ihr zu begegnen.

Mögliche Exportbeschränkungen werden auch Thema beim EU-Gipfel am Donnerstag sein, zu dem auch Johnson erwartet wird.