Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Queen Elizabeth wird 95 - trauriger Geburtstag ohne Philip

Access to the comments Kommentare
Von Euronews mit AP, dpa
euronews_icons_loading
Königin Elizabeth II., Archivbild vom 12. März 2018.
Königin Elizabeth II., Archivbild vom 12. März 2018.   -   Copyright  Kirsty Wigglesworth/AP
Schriftgrösse Aa Aa

Die britische Königin Elizabeth II. wird 95 Jahre alt, aber es ist ein stiller Geburtstag - wegen der Corona-Pandemie, aber vor allem wegen des Tods ihres Mannes Prinz Philip vor rund zwei Wochen.

Die Queen wird an ihrem Geburtstag im Kreise ihre Familie auf Schloss Windsor bleiben, heißt es auf dem offiziellen Twitter-Account der Königsfamilie. "In diesem Jahr bleibt die Queen auf Schloss Windsor während einer royalen Trauerzeit nach dem Tod des Herzogs von Edinburgh."

In dem Tweet ist die Queen auf einem Foto lächelnd mit purpurnem Hut zu sehen, offenbar ein Archivbild. Ein extra anlässlich des Geburtstags gemachtes Porträtfoto der Queen - wie sonst üblich - gab es dieses Mal nicht.

Elizabeths Mann, Prinz Philip, war am 9. April im Alter von 99 Jahren gestorben. Er wurde am Samstag in einer Trauerfeier auf Schloss Windsor beigesetzt. Die Queen hatte eine zweiwöchige Trauerzeit für die Royals angeordnet.

Anonymous/AP1989
Königin Elizabeth II. am 10. März 1989Anonymous/AP1989

Nach Angaben des Palasts gab es keine Pläne für einen öffentlichen Festakt. Schon im vergangenen Jahr hatte die Monarchin wegen der Coronavirus-Pandemie auf die traditionellen Kanonenschüsse verzichtet. Die britische Nachrichtenagentur PA hatte berichtet, die Queen werde ihren Geburtstag im bescheidenen Rahmen mit einigen Familienmitgliedern feiern.

Unklar war zunächst, ob Prinz Harry (36) den Geburtstag seiner Großmutter noch in Großbritannien verbringen würde. Er war zur Beerdigung Prinz Philips aus den USA angereist. Seine schwangere Frau Herzogin Meghan (39) war mit dem gemeinsamen Sohn Archie (1) in Kalifornien geblieben.

Unbekannt war auch, ob es zwischen ihm und anderen Familienmitgliedern zu einer Aussöhnung gekommen ist. Harry und Meghan hatten sich mit dem Rest der Königsfamilie überworfen. Im Mittelpunkt des Streits stehen in einem TV-Interview vorgebrachte Vorwürfe des Paares über rassistische Äußerungen innerhalb der Familie.

Ebenfalls per Twitter überbrachte Premierminister Boris Johnson seine Glückwünsche an die Queen. "Ich hatte schon immer die höchste Bewunderung für Ihre Majestät und ihren Dienst an diesem Land und dem Commonwealth", so der konservative Politiker.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Queen wegen der Pandemie bereits auf die üblichen Kanonenschüsse zu ihrem Geburtstag verzichtet. Das sei "nicht angemessen", befand sie.

Die Briten, die zuletzt 2016 zum 90. Geburtstag ihrer Königin eine Feier mit großem royalem Pomp bewundern durften, müssen sich wohl noch etwas gedulden, bevor sie ihre Queen ein nächstes Mal feiern dürfen. Im nächsten Jahr steht ihr 70. Thronjubiläum an.