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Inzidenz 700: Impfen in sozialen Brennpunkten wie Köln Chorweiler

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Menschen stehen Schlange für das Impfangebot der mobilen Teams in Köln Chorweiler
Menschen stehen Schlange für das Impfangebot der mobilen Teams in Köln Chorweiler   -   Copyright  Martin Meissner/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Menschen in sozialen Brennpunkten erkranken häufiger an Covid-19, die Infektionszahlen sind hier oft um ein vielfaches höher. Ein Grund dafür ist das Wohnen auf engstem Raum und mangelnder Zugang zu Aufklärung.

In dieser Woche ist ein bundesweites Pilotprojekt gestartet: mobile Impfteams gehen in die Problemviertel und impfen die Bewohnerinnen und Bewohner direkt vor Ort in Zelten und Bussen.

In Köln Chorweiler standen die Menschen Schlange. Der 59-jährige Harald Fischer hat im Internet von der Aktion erfahren. "Dann habe ich zufällig den Bus gesehen und gewartet", sagt er.

Die 20-jährige Noe arbeitet im Rahmen ihres freiwilligen sozialen Jahres in Klön Chorweiler, sie meint: "Ich finde, das ist eine ganz gute Idee, also für die, die es wollen, dass es diese Möglichkeit für sie gibt."

In den Kölner Hochhaussiedlungen von Chorweiler und Kölnberg hat die Wocheninzidenz vor kurzem bei fast 700 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gelegen.

Mehrere Politiker, unter anderem Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, hatten dafür plädiert, mehr Impfstoff in den Corona-Hotsport zu verteilen. Andere, wie SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordern, dort die Impfreihenfolge früher aufzuheben.

Für Köln hat der Bund 1.000 zusätzliche Impfdosen des Herstellers Johnson & Johnson zur Verfügung gestellt, der nur einmal gespritzt werden muss.