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Tränengas und Blendgranaten vor Al-Aksa-Moschee

Israelische Soldaten haben vor der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg Blendgranaten, Tränengas und Gummigeschosse gegen Steine werfende Palästinenser eingesetzt.

Seit Freitag gab es nachts in Jerusalem jeweils Auseinandersetzungen zwischen Palästinensern und Sicherheitskräften, Palästinensische Rettungskräfte sprachen von mehr als 300 Verletzten. Nach Polizei-Angaben wurden fast zwei Dutzend Beamte verletzt.

Viele Palästinenser sind zornig, weil die Polizei zu Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan Bereiche der Altstadt abgesperrt hatte, um Versammlungen zu verhindern. Zudem drohen einigen palästinensischen Familien im Stadtteil Scheich Dscharrah Wohnungsräumungen durch israelische Behörden.

Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist für Juden wie Muslime von herausragender Bedeutung. Es ist die drittheiligste Stätte im Islam. Zugleich standen dort früher zwei jüdische Tempel, von denen der letzte im Jahr 70 von den Römern zerstört wurde. Die Klagemauer ist ein Überrest jenes zerstörten Tempels und die heiligste Stätte der Juden.