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Bald leichter reisen: 27 EU-Länder beschließen Covid-19-Zertifikat

Von Euronews mit dpa
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Am Flughafen Frankfurt
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An diesem Donnerstag haben sich die 27 EU-Staaten auf ein gemeinsames Zertifikat für Covid19-Impfnachweise und Tests verständigt. Das hat die portugiesische Ratspräsidentschaft bekannt gegeben. Die Entscheidung war bis zum Ende der Woche erwartet worden.

Der sogenannte "grüne Pass" soll noch im Juni - wohl vor allem in digitaler Form - ausgegeben werden - rechtzeitig vor der Sommersaison. Besonders die südlichen EU-Staaten, die Touristinnen und Touristen empfangen wollen, hatten auf eine rasche Lösung gedrängt.

Das Problem mit den gelben Impfpässen in Deutschland

In Deutschland haben einige regional Verantwortliche schon davor gewarnt, dass es mindestens Wochen dauern werde, bevor die Daten der bereits geimpften Personen in einen digitalen Pass nachgetragen werden können. Die gelben Impfpässe stehen in der Kritik, weil es offenbar "kinderleicht" ist, diese zu fälschen. Vor falschen Impfpässen hatten auch Ermittlungsbehörden gewarnt.

Umstritten war innerhalb der EU vor allem die Anerkennung von Impfungen mit nicht von der europäischen Agentur EMA zugelassenen Impfstoffen wie chinesische Produkte oder Sputnik V. Das russische Vakzin wird beispielsweise in Ungarn eingesetzt.

3G in Österreich

Einige Länder - wie Österreich mit den 3G für geimpft, getestet und genesen - setzen schon auf eigene Nachweise, weil sie nicht auf eine europäische Lösung warten wollten. In Frankreich können User:innen der nationalen "Tous Anti Covid"-App bereits ihre QR-Codes von Impfungen einscannen.

Covid-Zertifikat in der Schweiz

Die Schweiz arbeitet daran, ab dem 7. Juni einen eigenen digitalen Nachweis herauszugeben. Laut dem Bundesamt für Gesundheit BAG werden die Nachweise derzeit von Hausärzt:innen oder in Impfzentren in Papierform ausgestellt und können dann in eine App übertragen werden. Dieser soll dann mit dem europäischen koordiniert werden. "Das Ziel ist es, dass das Covid-Zertifikat der Schweiz international kompatibel ist. Entsprechend werden die laufenden Arbeiten der EU für ein «Digital Green Certificate» mitberücksichtigt." schreibt das BAG.

Schon am 17. März 2021 hatte die EU-Kommission die Einführung sogenannter "digitaler grüner Nachweise" vorgeschlagen. Damit soll für EU-Bürgerinnen und -Bürger die sichere Ausübung ihres Rechts auf freien Personenverkehr in Zeiten von Corona gewährleistet werden.

Die digitalen grünen Nachweise sollen in allen EU-Mitgliedstaaten gültig sein.