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Strand und Louvre frei! Endlich wieder Urlaub an Costa del Sol und in Paris

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Ein Strand in Málaga mit einem Hinweisschild für die Corona-Regeln
Ein Strand in Málaga mit einem Hinweisschild für die Corona-Regeln   -   Copyright  AP screenshot
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Das pralle Strandleben pulsiert schon wieder an der Costa del Sol. Sonne satt und Temperaturen knapp unter 30 Grad locken aber nicht nur Einheimische an Málagas Strände.

Auch die lang ersehnten Urlauber aus Deutschland und Großbritannien treffen wieder in Scharen ein. Denn die Regierung hat Erholungssuchenden aus zehn Ländern einen Freifahrtschein für die Einreise erteilt. Viva Espana, dachte sich auch deshalb die deutsche Urlauberin Kerstin Jensen: "Ich habe Spanien ausgewählt, weil es kein Risikogebiet ist. Die Einreise ist einfach. Als Krankenschwester bin ich schon zweimal geimpft, also war es für mich noch leichter."

Spaniens Zwei-Wochen-Inzidenz war von 900 im Januar auf zuletzt 130 gesunken. Restrisiken nimmt man wohl, auch aus wirtschaftlichen Zwängen in Kauf. 2019 wurden 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts durch Tourismus erwirtschaftet. Im vergangenen Jahr waren es nur noch knapp sechs Prozent.

Maria Rosa Sanchez Jimenez vom Tourismus-Büro Malaga sieht jetzt deutliche Fortschritte: "Schritt für Schritt ziehen die Hotelbuchungen an. Aktuell sind 49 von 80 Hotels in Málaga geöffnet. An den Wochenenden sind sie praktisch ausgebucht, so zwischen 90 ujnd 100 Prozent. In der Woche liegt die Auslastung bei 60 bis 70 Prozent."

Auch Paris steht vor dem Aufschwung

Zahlen, von denen Pariser Hoteliers bislang nur träumen konnten. Aber das ändert sich gerade. Ab sofort werden geimpfte Reisende aus europäischen Ländern an den Grenzen durchgewunken. Andere benötigen einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test oder einen höchstens 48 Stunden alten Schnelltest.

Die Ausgangssperre wurde von 21 auf 23 Uhr verlegt. In der Gastronomie stehen die Innenräume wieder offen. Allerdings dürfen drinnen nur 50 Prozent der üblichen Tische mit maximal sechs Personen besetzt werden.

Corinne Menegaux ist Direktorin des Pariser Tourismusbüros: "Die Reservierungen sind zahlreicher als im vergangenen Jahr. Sie liegen 300 oder 400 Prozent höher als im gleichen Zeitraum 2020, aber weit unter denen von 2019. Im Vergleich zu 2019 haben wir ungefähr 95 Prozent weniger Buchungen. Deshalb ist dieser 9. Juni für uns so wichtig. Die Öffnungen bringen Vertrauen zurück. Und das wird dann zu mehr Hotelreservierungen und anderen Buchungen führen."

"In Berlin ist es besser"

Die Tourismuschefin hofft auf insgesamt fünf Millionen Urlauberinnen und Urlauber in dieser Sommersaison - nach zwei Millionen in der vorigen. In einem normalen Jahr wie 2019 seien es rund zehn Millionen gewesen. Sie müssen natürlich noch einige Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen, wa auch der deutschen Urlauberin Hanna Stephan sauer aufstößt: "Was mich wirklich ärgert ist die Maskenpflicht draußen, weil es so heiß ist. Das stört mich wirklich sehr. Und mir leuchtet es auch nicht ein, warum das an der frischen Luft sein muss. Da ist es in Berlin besser. Es gibt mehr Freiheiten, auich nachts."

Der dänische Paris-Urlauber Jackie Brix-Fogtmann ist in der Stadt der Liebe mit seiner Frau unterwegs. Aus gutem Grund: "Wir sind hiergekommen, weil wir zuhause vier Kinder haben, da brauchten wir eine Auszeit. Durch das Coronavirus waren wir in Dänemark ein halbes jahr im Lockdown. Wir haben nicht anderes gesehen, deshalb sind wir jetzt reisehungrig. Und wir wollten mal weg von den Kindern, einen normalen Tag verbringen. Also gönnen wir uns vier, fünf romatische Tage in Paris. Mit guten Abendessen und gutem Wein."

Vor allem die Touristen aus Übersee hat Paris in der vergangenen Sommersaison schnmerzlich vermisst. Zumindest die Geimpften unter ihnen haben jetzt wieder grünes Licht für die Einreise.