Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Hightech-Festung Europa: Schallkanonen gegen Flüchtlinge

euronews_icons_loading
Europas Grenzzaun in Griechenland
Europas Grenzzaun in Griechenland   -   Copyright  Giannis Papanikos/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Das ist das neue Gesicht von Europas Außengrenze: Ein monumentaler Zaun - die "Mauer" am griechischen Grenzfluss Evros (Mariza) zur Türkei, seit Oktober 2020 in Bau, nimmt Gestalt an.

Griechenland demonstriert konsequentes Handeln gegen illegale Migration- mit Millionenhilfen aus der EU baut das Land seine Außengrenzen massiv aus.

"Um die Migrantenströme in der Region zu kontrollieren, wird ein neuer Metallzaun gebaut, während der bestehende im Bereich des Ortes Kastanies verstärkt wird. In der südlichen Evros-Region ist er schon über 27 Kilometer lang und erreicht eine Höhe von fünf Metern", erklärt Dimosthenis Kamargios von der Polizei in Alexandroupolis.

Neben der Mauer mit Wachtürmen und Stacheldraht kommen auch zahlreiche Hightech-Instrumente wie Wärmebildkameras, Drohnen, Lügendetektoren und umstrittene Schallkanonen zum Einsatz.

Die Schallkanone soll eine Art physische Barriere sein, sie "beschießt" Migranten mit lauten Schallwellen, um sie an der Überquerungen des Flusses Evros zu hindern. Das auf ein gepanzertes Fahrzeug montierte Gerät verursacht über große Reichweite mehr Lärm als das Dröhnen eines Düsentriebwerks.

"Das "Long Range Acoustic Device" ist keine Kanone. Es ist ein Gerät, das einen Sirenenton mit hoher Intensität erzeugt, um die illegale Einreise von Migranten zu verhindern", so Kamargios.

Europa als Hightech-Festung, um die Flüchtlinge zu stoppen, noch bevor sie illegal die Grenze überqueren.

Griechenland hat den Einsatz der Schallkanonen gegen Flüchtlinge verteidigt. Menschenrechtler sehen darin einen Angriff auf die Gesundheit der Migranten, auch die EU-Kommission hat den Einsatz kritisiert.

Gleichzeitig finanziert die EU ähnliche Projekte zur Überwachung seiner Grenzen. Als Konsequenz aus der Flüchtlingskrise 2015 hat sie drei Milliarden Euro in die Erforschung von Sicherheitstechnologie gesteckt.