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Covid-19: Was wird jetzt aus dem CureVac-Impfstoff?

Von Fréderic Bouchard mit AFP, AP
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Der Impfstoff von CureVac aus Tübingen
Der Impfstoff von CureVac aus Tübingen   -   Copyright  JEROEN JUMELET/AFP
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Der Rückschlag beim Tübinger Unternehmen ist dramatisch. Nachdem Curevac mitgeteilt hatte, dass sein Impfstoff gegen Covid-19 nicht wirksam genug sei, stürzte die Aktie auch in Deutschland dramatisch ab und verlor die Hälfte ihres Werts.

Mit 16 Prozent ist der Bund an dem Unternehmen beteiligt. Somit haben auch die deutschen Steuerzahlerinnen und Steuerzahler Geld verloren. SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp besitzt fast 50 Prozent der Anteile an CureVac - und die Firma arbeitet mit dem Bayer-Konzern sowie mit GlaxoSmithKline (GSK) zusammen.

Ob das Vakzin im Kampf gegen Covid-19 überhaupt noch eine Rolle spielen wird, ist unklar.

Ich glaube nicht, dass er tot ist.

Peter Kremsner, der Studienleiter vom Universitätsklinikum Tübingen, meint zum CureVac-Impfstoff: "Ich glaube nicht, dass er tot ist. Ob die Zulassung erfolgt oder nicht, das entscheiden nicht wir - und auch nicht CureVac, das entscheidet die europäische Zulassungsbehörde. 47 Prozent Wirksamkeit - damit ist die wegweisende Zwischenanalyse nicht ganz ausreichend. Die WHO hat 50 Prozent als Marge angegeben. Also, das sieht nicht gut aus. Vielleicht wird es ja noch ein bisschen besser. Es gibt Hoffnung, aber der Impfstoff wird nicht an den BioNTech- oder Moderna-Impfstoff herankommen, was die Wirksamkeit betrifft."

Wie die von BionTech/Pfizer und Moderna ist das Vakzin von CureVac ein mRNA-Impfstoff.

Rumänien will Impfstoffe weiterverkaufen

In Rumänien hat die Regierung den rechtlichen Rahmen geschaffen, um "überflüssige" Impfstoffe weiterzuverkaufen.

Allerdings sind nur weniger als ein Viertel aller Bewohnerinnen und Bewohner geimpft.

Valeriu Gheorghita, der Koordinator der rumänischen Impfkampagne, erklärt: "Im Moment haben wir einen Vorrat von ungefähr 2 Millionen Dosen von Astra Zeneca, wir haben auch einen Vorrat von Pfizer, aber die Astra Zeneca-Dosen haben ein Verfallsdatum."

In den Niederlanden bekommen Seeleute ein Impfangebot

In den Niederlanden hat ein Impfprogramm für Seeleute begonnen. Alle, die unter niederländischer Flagge arbeiten, können sich mit dem Vakzin von Johnson und Johnson impfen lassen. Dabei ist nur eine Dosis für den kompletten Impfschutz notwendig, das ist für die Seeleute wichtig, weil sie meist ja nicht lange an Land sind.

Insgesamt werden etwa 49.000 Dosen zur Verfügung gestellt.

Journalist • Kirsten Ripper