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Covid-19-Impfstoff von Curevac aus Tübingen nur 47% wirksam - wegen Varianten

Von Euronews mit AP
Curevac in Tübingen
Curevac in Tübingen   -   Copyright  Sebastian Gollnow/dpa via AP
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Der geplante Impfstoff CVnCoV gegen Covid-19 des Pharmaunternehmens Curevac in Tübingen hat eigenen Angaben zufolge die geplante Wirksamkeit nicht erreicht. Das liegt offenbar vor allem an den Varianten des Coronavirus.

In der Mitteilung des Unternehmens heißt es: "In dieser Zwischenanalyse wurden insgesamt 134 COVID-19-Fälle untersucht. Von diesen wurden 124 sequenziert, um die Varianten zu identifizieren, die die jeweilige Infektion ausgelöst haben. Es wurde festgestellt, dass es sich nur in einem einzigen Fall um den ursprünglichen SARS-CoV-2-Virus handelte. Mehr als die Hälfte der Fälle (57 %) wurden durch sogenannte besorgniserregende Varianten („Variants of Concern“) verursacht. Die meisten der verbleibenden Fälle betrafen weniger erforschte Varianten wie Lambda oder C.37 (21 %), die zuerst in Peru, und B.1.621 (7 %), die zuerst in Kolumbien, auftrat. Dabei konnte eine Wirksamkeit bei jüngeren Studienteilnehmern registriert werden, während keine Rückschlüsse auf die Wirksamkeit bei Teilnehmern über 60 Jahren möglich waren."

In den USA verzeichnete die Curevac-Aktie nach dieser schlechten Nachricht herbe Verluste.

„Wir hatten auf stärkere Ergebnisse in der Zwischenanalyse gehofft, haben aber gesehen, dass es bei dieser beispiellosen Bandbreite an Varianten eine Herausforderung darstellt, eine hohe Wirksamkeit zu erzielen. Wir setzen die Studie bis zur finalen Analyse mit mindestens 80 weiteren Fällen fort. Die endgültige Wirksamkeit könnte sich noch verändern“, sagte Dr. Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender von CureVac. „Aufgrund der variantenreichen Umgebung zeigt sich darüber hinaus, dass die Entwicklung von Impfstoffen der zweiten Generation sehr wichtig ist, da immer neue Varianten auftreten.“

An diesem Donnerstag wollte CureVac eine weitere Pressekonferenz zu den Ergebnissen auf Englisch abhalten.

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach bedauert auf Twitter, dass das Team von Curevac nicht den gewünschten Erfolg hatte.