Zwischenfall im Schwarzen Meer: Russland meldet Warnschüsse, London dementiert

Die britische HMS Defender im Hafen von Limassol auf Zypern, 26.11.2014
Die britische HMS Defender im Hafen von Limassol auf Zypern, 26.11.2014 Copyright AFP PHOTO / PIO / STAVROS IOANNIDES
Von Euronews mit AP
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Im Schwarzen Meer ist es vor der Halbinsel Krim zwischen russischem Militär und der britischen Marine zu einem Zwischenfall gekommen.

WERBUNG

Im Schwarzen Meer ist es vor der Halbinsel Krim zwischen russischem Militär und der britischen Marine zu einem Zwischenfall gekommen. Das russische Verteidigungsministerium sprach von einer Verletzung russischer Hoheitsgewässer durch die "HMS Defender", Großbritannien widersprach. Sein Zerstörer sei nicht beschossen worden und habe sich auch nicht in russischen Gewässern befunden.

Dem russischen Verteidigungsministerium zufolge hatte ein russisches Kriegsschiff Warnschüsse abgefeuert, die von dem britischen Schiff ignoriert worden seien. Die HMS Defender war zu diesem Zeitpunkt bereits drei Kilometer (1,6 nautische Meilen) in die von Russland beanspruchten Gebiete vor der Halbinsel Krim eingedrungen. Daraufhin seien Bomben vor dem britischen Schiff abgeworfen worden, um es zu einer Kursänderung zu bewegen.

Der britische Militärattaché in Moskau wurde einbestellt, um eine Beschwerde über den angeblichen Übergriff zu überbringen.

Der Vorfall ereignete sich, als ein Vertreter des britischen Verteidigungsministeriums, Jeremy Quin, die Ukraine besuchte, wo er den stellvertretenden Verteidigungsminister des Landes, Oleksandr Mironyuk, traf. Quin und Mironyuk unterzeichneten ein Abkommen über die Zusammenarbeit im Schwarzen Meer.

Russland hatte die Halbinsel Krim im Jahr 2014 annektiert, ein Schritt, der von vielen Ländern nicht anerkannt wird.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Russisches Manöver auf der Krim

7 Jahre nach Krim-Annexion: Ukraine fordert Unterstützung

120 Jahre Entente Cordiale: Frankreich und Großbritannien tauschen Wachen aus