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Zusammenstöße am Pride-Day in Istanbul

Von Euronews mit dpa
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Zusammenstöße am Pride-Day in Istanbul
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Einem Demonstrationsverbot und massivem Polizeiaufgebot zum Trotz sind in der türkischen Metropole Istanbul Hunderte Menschen auf die Straße gegangen, um am Gay-Pride-Marsch teilzunehmen. Die Polizei setzte Tränengas ein. Bereits am Vortag waren rund um den Veranstaltungsort Absperrgitter aufgestellt worden, die Demonstration wurde wenige Stunden vor dem geplanten Beginn von der Stadtteilregierung untersagt. Die Anordnung erging unter Berufung auf das Demonstrationsgesetz, das Verbote unter anderem wegen Verstoßes gegen die "Moral" ermöglicht.

In Paris waren Tausende auf der Straße. Viele äußerten sich besorgt über die Rücknahme von Rechten in Ungarn und Polen und forderten die europäischen Staats- und Regierungschefs auf, Stellung zu beziehen.

Yohann Le Calvez, ein junger Mann, der zum ersten Mal in Paris beim Pride-Marsch mit dabei ist, sagt: "Ich würde in Ungarn nicht unbedingt zur LGBT-Community gehören wollen. Hier in Frankreich haben wir Glück. Es ist traurig, was da in Ungarn geschieht."

Auch die Straßen Berlins sahen wieder farbenfrohe Kostüme und jubelnde Menschen.

Viele waren beflügelt von der jüngsten Stellungnahme der deutschen Kanzlerin Angela Merkel zur homophoben Gesetzgebung in Ungarn und der UEFA-Entscheidung zu den Regenbogenfarben.

Auch in der italienischen Hauptstadt Rom fand wie in vielen Städten auf der ganzen Welt ein Pride-Marsch statt.

LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans-, Inter- und queere Menschen und das Pluszeichen als Platzhalter für weitere Identitäten.