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Chinas Kommunistische Partei feiert 100. Geburtstag

Von Euronews mit dpa
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Pompöse Feier zum 100-jährigen Bestehen der kommunistischen Partei Chinas, 28.06.2021
Pompöse Feier zum 100-jährigen Bestehen der kommunistischen Partei Chinas, 28.06.2021   -   Copyright  AP Photo/Ng Han Guan
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Bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Kommunistischen Partei China hat Chinas Präsident Xi Jinping mehrere langjährige Parteimitglieder mit Medaillen ausgezeichnet.

Zuvor hatte eine pompöse Feier im Olympiastadion von Peking zu Ehren des Jubiläums gegeben. Bei seiner Rede rief Xi die Genossen zum Festhalten am Marxismus auf: "Alle Parteigenossen sollten ihren Glauben an den Marxismus und den Sozialismus mit chinesischen Prinzipien zu ihrem Lebensziel machen", sagte Xi in seiner Ansprache an die Medaillengewinner. Die Feierlichkeiten enden am Donnerstag mit einer Gedenkveranstaltung auf dem Tiananmen-Platz in Peking.

In seinen neun Jahren als Parteichef hat sich Xi als mächtigster Herrscher des Landes seit Mao Zedong etabliert. Mao hatte 1949 die Volksrepublik gegründet, nachdem er die Nationalisten von Chiang Kai-shek im Bürgerkrieg besiegt hatte.

Xi ist, ähnlich wie Mao, nicht an Amtszeitbeschränkungen gebunden. Mit seinen 68 Jahren könnte er als noch viele Amtsjahre vor sich haben. Chinas Kommunistischer Partei zählt rund 92 Millionen Mitglieder, etwas mehr als 6% der Bevölkerung des Landes von 1,4 Milliarden.

Die überwiegende Mehrheit der Regierungsbeamten und Leiter staatlicher Industriezweige sind Parteimitglieder, vereint hinter Xi, eine Quelle des sozialen Zusammenhalts. Neben den Jubiläumsfeierlichkeiten hat die Partei in den vollständig staatlich kontrollierten Medien viel über die Rassenungleichheit und andere soziale Probleme im Westen berichtet.

Kritik an Chinas Inhaftierung von mehr als einer Million Uiguren und dem harten Vorgehen gegen die Meinungsfreiheit und politische Gegner in der Sonderverwaltungszone Hongkong blieben unerwähnt. Auch andere dunkle Kapitel der jüngeren chinesischen Vergangenheit, wie die friedlichen Studentenproteste von 1989, die von der kommunistischen Führung mit dem Tiananmen-Massaker am 4. Juni blutig niedergeschlagen wurden, blieben außen vor.

In seiner Rede sagte Xi, dass die Parteimitglieder den Antrieb für Chinas "große Verjüngung" anführen sollten, eine Anspielung auf seine Agenda für China, seine jahrhundertealte Rolle als regionale und internationale Macht in Kultur, Wirtschaft und militärischer Macht erneut wahrzunehmen.