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Chinas Kommunisten feiern Geburtstag - und vor allem sich selbst

Von Frank Weinert
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Chinas Kommunisten feiern Geburtstag - und vor allem sich selbst
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Chinas Kommunistische Partei feiert 100 Jahre nach der Gründung - sich selbst: mit Aufmärschen und gewaltigem Pomp. Die Symbole der Staatspartei sind allgegenwärtig. Kritik am totalitären Staatsapparat und einige dunkle Kapitel der Geschichte sind nicht erwünscht und daher auch nirgends Thema.

Präsident Xi Jinping untermauert den Führungsanspruch der KP mit martialischen Worten: "Das chinesische Volk wird niemals zulassen, dass irgendwelche ausländischen Kräfte uns tyrannisieren, unterdrücken oder versklaven. Wer immer das tun will, wird mit Sicherheit vor einer Großen Mauer aus Stahl, die von mehr als 1,4 Milliarden Chinesen gebaut wurde, blutig geschlagen werden."

Fernsehen, Zeitungen und Onlinemedien - alle berichten sie ausführlich über die angeblich einzigartigen Errungenschaften der kommunistischen Einparteiendiktatur. Das macht Eindruck bei der Bevölkerung. Zhang Panpan aus Peking betont: "Als Chinese bin ich sehr stolz auf den 100. Jahrestag der Kommunistischen Partei Chinas." Rentnerin Song Liping aus Peking findet nur lobende Worte: "Das Leben für uns Rentner hat sich verbessert. Im Vergleich zu früher ist unsere Rente gestiegen. Eine andere Sache ist, dass sich auch unser Lebensstandard verbessert hat."

Die Kommunistische Partei Chinas ist im wahrsten Wortsinn "All-gegenwärtig". Selbst die Raumfahrer schicken guten Wünsche zum Geburtstag der KP.

Wer's irdischer mag, der schickt eine Glückwunschkarte - natürlich mit der passenden Briefmarke. Oder vielleicht auch ein paar kritische Worte?