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Der frühere US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot

Von Euronews
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Der frühere US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot
Copyright  Pablo Martinez Monsivais/AP2008
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Der frühere US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist tot. Er verstarb am Dienstag im Alter von 88 Jahren im Kreis seiner Familie in Tao in New Mexico.

Der Republikaner war von 2001 bis 2006 Pentagon-Chef unter dem damaligen Präsidenten George W. Bush und Chefplaner des Militäreinsatzes im Irak.

Doch seine politische Karriere dauerte fast ein Viertel Jahrhundert an. Rumsfeld war an insgesamt vier Regierungen beteiligt. "Rummy", so sein Spitzname in den USA, gals als ehrgeizig, dynamisch und geistreich. Er war der einzige Pentagon-Chef, der dieses Amt zweimal inne hatte. 1975 bis 77 war er der jüngste, 2001 bis 2006 der bisher älteste Verteidigungsminister in der Geschichte der USA.

1988 bewarb er sich um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, ein Unterfangen, das ihm jedoch eine herbe Niederlage einbrachte.

„Sie denken bei Europa an Deutschland und Frankreich. Ich nicht. Ich glaube, das ist das alte Europa.“

(Donald Rumsfeld, 2003)

Der US-Senat warf Rumsfeld 2008 eine Mitverantwortung für Menschenrechtsverletzungen in US-Haftlagern im Irak vor. Insbesondere der Skandal um das Gefängnis in Abu Ghoreib bei Baghdad brachte ihn in Bedrängnis.

Rumsfeld haftete zudem der Vorwurf an, 2002 mit der Genehmigung "aggressiver Verhörtechniken" bei mutmaßlichen Terroristen im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba zu späteren Misshandlungen beigetragen zu haben. Nach seiner politischen Karriere wechselte Rumsfeld in die Privatwirtschaft.

Als er 2008 in Rente ging, gründete er die Rumsfeld Foundation, die Veteranen und deren Familien unterstützt.

Rumsfeld hinterlässt eine Ehefrau, Joyce, sowie drei Kinder und sieben Enkelkinder.