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Neuer Wettbewerb der Superreichen? Nach Bezos kündigt Branson Weltraumflug an

Von Euronews mit dpa
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Richard Branson will schon bald ins Weltall fliegen
Richard Branson will schon bald ins Weltall fliegen   -   Copyright  Richard Drew/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved
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Den Milliardären scheint nichts abgefahren genug - nun scheint ein regelrechter Wettbewerb um zukünftigen Weltraumtourismus ausgebrochen zu sein. Nach der Ankündigung von Amazon-Gründer Jeff Bezos Ende Juli zusammen mit seinem Bruder von der Erde abheben zu wollen, zieht der Virign-Milliardär Richard Branson nach: er will schon am 11. Juli, also neun Tage vor Bezos, in den Weltraum aufbrechen.

Auch Branson besitzt seine eigene Raumfahrtfirma namens "Virgin Galactic". An Bord der "Unity 22"-Mission will er abheben. Der dritte im Bunde um die kommerzielle Vorherrschaft im Weltraumgeschäft ist - wohl wenig überraschend - Elon Musk. Der SpaceX-Milliardär will bis Jahresende Touristen ermöglichen, ins Weltall abzuheben, er selbst hat keine Reise angekündigt.

Bransons hatte im Mai die "VSS Unity" mit zwei Piloten an Bord vom kommerziellen Weltraumbahnhof "Spaceport America" in New Mexico losfliegen lassen. Die Kapsel an Bord eines Trägerflugzeugs wurde in knapp 14 Kilometer Höhe abgesetzt. Danach beschleunigte die VSS Unity mit eigenem Raketenantrieb und erreichte nach Angaben von "Virgin Galactic" eine Höhe von 89,2 Kilometern.

"Meine Mutter hat mich gelehrt, [...] nach den Sternen zu greifen. Dieser Traum wird am 11. Juli wahr werden, an Bord des Virgin Galactic Raumschiffes", schreibt der Milliardär in einem Tweet.

Neben seiner eigenen Mission will Branson ab 2022 kommerzielle Weltraumflüge anbieten. Sollte sein Flug am 11. Juli gelingen, will Branson eine "sehr aufregende" Ankündigung machen. Er sprach sich dafür aus, dass mehr Menschen Astronauten werden sollten.

Umstritten ist die Grenze zum Weltraum. Dem Internationalen Luftfahrtverband zufolge liegt sie bei 100 Kilometern über der Erde - eine internationale Regelung gibt es dafür nicht. Zum Vergleich: die Raumstation ISS befindet sich rund 400 Kilometer über der Erdöberfläche.

Amazon-Gründer Bezos will ebenfalls in den Weltraum-Tourismus einsteigen. Sein Weltraum-Unternehmen "Blue Origin" existiert bereits seit 20 Jahren. Für seinen Jungfernflug will der reichste Mann der Welt neben seinem Bruder eine ehemalige US-Pilotin mitnehmen. Ein weiterer freier Platz an Bord der "New Shepard" war für 28 Millionen US-Dollar (rund 23 Millionen Euro) versteigert worden.

Doch nicht alle Menschen auf der Erde scheinen die Pläne der Superreichen zu befürworten. Erst jüngst wurde eine Petition auf change.org mit dem Titel "Erlaubt Jeff Bezos nicht, zur Erde zurückzukehren" ins Leben gerufen. Sie hat bereits mehr als 140.000 Unterstützer.