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Klimawandel: Russland macht sich auf rekordheißen Sommer gefasst

Von su mit AP
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Klimawandel: Russland macht sich auf rekordheißen Sommer gefasst
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So heiß war es in Moskau zu der Jahreszeit seit Menschengedenken nicht: 32,7 Grad, den zweiten Tag in Folge, das brach einen Rekord vom Juli 1936. Damals maßen Meteorologen 32,4 Grad Celsius. Sogar nachts fiel das Thermometer nicht unter 23/24 Grad.

“Das sollten eigentlich die Tagestemperaturen sein”, sagte Roman Vilfand, wissenschaftlicher Direktor am Russischen Hydrometeorologischen Zentrum. "Es ist klar, dass es sich um eine außergewöhnliche Situation handelt."

Selbst unter der Erde, in der U-Bahn, wurde es den Leuten zu heiß. Viele versuchten, sich Luft zuzufächeln. U-Bahn-Mitarbeiter verteilten Wasserflaschen.

Frauen in der Moskauer Metro:

“Wir müssen die Fenster zumachen, anscheinend funktioniert die Klimaanlage. Niemand versteht das, außer uns.”

“Ich hab es nicht mehr weit. Aber um Kopfschmerzen zu kriegen, reicht es.”

Die weiteren Aussichten: Weiter Hochdruck, 32-34 Grad.

DER HOCHDRUCK MACHT'S

"Es gibt immer mehr Hochdruckgebiete in nördlichen Regionen, was das Risiko von Bränden erhöht", so der Meteorologe Vilfand.

Laut vielen Wissenschaftlern gehört Russland – insbesondere seine sibirischen und arktischen Regionen – zu den Ländern, die dem Klimawandel am stärksten ausgesetzt sind.

JAKUTIEN

Jakutien, eine der brandgefährdetsten Regionen im Nordosten des Landes, hat wegen Waldbränden den Notstand ausgerufen, das Verteidigungsministerium schickte Löschflugzeuge.

Und Russlands meteorologischer Dienst verkündete, dass das Land nach einer rekordverdächtigen Hitzewelle im Juni seinen heißesten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen erleben könnte, angetrieben vom Klimawandel.

su mit AP