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Leverkusen: Auch 5 Vermisste offenbar tot – Warnung vor giftigem Ruß

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Von Euronews
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Explosion im Chemiepark Leverkusen
Explosion im Chemiepark Leverkusen   -   Copyright  Oliver Berg/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Am Tag nach der schweren Explosion im Chemiepark von Leverkusen rechnet die Betreiberfirma damit, dass die fünf vermissten Mitarbeiter nicht mehr am Leben sind. "Wir müssen leider davon ausgehen, dass wir die fünf Vermissten nicht mehr lebend finden", meinte der Chef der Müllentsorgungsfirma Currenta, Frank Hyldmar. "Vier von den Vermissten sind Currenta-Mitarbeiter, ein fünfter Kollege ist von einem externen Unternehmen."

Am Dienstag konnten zwei Mitarbeiter nur noch tot geborgen werden. Bei dem Unglück wurden 31 Personen verletzt – darunter laut Feuerwehr eine Person schwer.

Ein Tanklager mit chlorierten Lösungsmitteln war in Brand geraten. Rettungskräfte hatten die ganze Nacht über nach den fünf Vermissten gesucht. Warum die drei Tanks explodierten, ist bisher unklar.

Warnung vor giftigem Ruß

Nun rückt die Frage nach möglichen Gesundheitsgefahren in den Vordergrund. Ein Anwohner sagte dem ZDF: "Man macht sich schon Gedanken, aber ich weiß jetzt nicht was da genau drin war. So genau konnte man es ja noch nicht genau feststellen." Ein anderer meint: "Das Schlimmste war, dass auch über Radio und so weiter immer die Meldung kam, es ist nicht klar, ob da Giftstoffe in der Wolke sind." Genau das sollen nun Experten klären, die Rußproben untersuchen.

NRWs Landesumweltamt (LANUV) warnt, dass der Ruß, der durch die Rauchwolke über die Gegend verbreitet wurde, Dioxin enthalten könne. In einer Mitteilung vom Mittwochnachmittqag heißt es: "Daher gehen wir derzeit davon aus, dass über die Rauchwolke Dioxin,- PCB- und Furanverbindungen in die umliegenden Wohngebiete getragen wurden."

Obst und Gemüse aus Garten nicht essen

Der Leiter des Chemparks sagte laut WDR, dass die Bewohnerinnen und Bewohner von Leverkusen aufmerksam sein sollen – wenn sie im Garten oder auf der Straße Rußteile finden. Diese könnten giftig sein. Der Ruß solle deshalb nicht angefasst werden.

Die Menschen in der Umgebung sollten Nahrungsmittel aus dem Garten nicht verzehren. Keine Spielplätze, Spielgeräte, Gartenmöbel, Pools etc. nutzen, auf denen Ruß niedergegangen ist.

Zudem sollten sie keine Reinigung der verschmutzten Gegenstände vornehmen, da eine erhöhte Schadstoffkonzentration bislang nicht ausgeschlossen werden kann. Und bei nicht aufschiebbaren Arbeiten im Garten Handschuhe tragen.