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Inzidenzen von bis zu 1205: Osttirol verschärft Maßnahmen

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Von euronews
Temperaturmessung am Brenner im März 2020. Bereits damals war Tirol ein Hotspot.
Temperaturmessung am Brenner im März 2020. Bereits damals war Tirol ein Hotspot.   -   Copyright  Kerstin Joensson/AP

In Österreich reagieren die Behörden auf die hohen Infektionzahlen im Tiroler Bezirk Lienz: Die Stadt in der Region Osttirol hat mit einer 7-Tage-Inzidenz von 332 derzeit die höchsten Covid-19-Infektionszahlen des Landes. In ganz Österreich infizierten sich in der vergangenen Woche 41 von 100.000 Menschen mit dem SARS-CoV-2.

Das Land Tirol verschärft deswegen die Ausreise- und Versammlungsbeschränkungen für Osttirol.

Hohe Zahlen und wenig Geimpfte

Jede:r, der oder die sich in den Gemeinden Innverillgraten und Oberlienz aufgehalten hat, muss ab Mittwoch ein negatives Testergebnis vorweisen können, wenn er die Orte verlassen will. Dies gilt unabhängig davon, ob man dort gemeldet ist oder nicht. Ausnahmen gelten für Geimpfte, Durchreisende und Einsatzkräfte im Dienst. Innervillgraten hat laut dem Land Tirol derzeit eine Inzidenz von 1.205, Oberlienz von 685.

„Wir verzeichnen derzeit hohe Infektionszahlen in Osttirol bei einer vergleichsweise unterdurchschnittlichen Impfquote", wird der Leiter des Corona-Einsatzstabs Elmar Rizzoli in einer Pressemitteilung zitiert. "Vor allem ReiserückkehrerInnen, die nach ihrer Heimkehr positiv getestet werden, sowie auch Infektionketten im Familienverbund sowie in Betrieben stellen uns vor große Herausforderungen." 

Die Testpflicht endet vorerst am 24. August.

Zudem sind im Bezirk Lienz Veranstaltungen, an denen mehr als 100 Personen teilnehmen, verboten. In Gemeinden mit besonders hohen Inzidenzen sogar ab 50 Personen.

Sowohl im Handel als auch bei Veranstaltungen im Innen- und Außenbereich gilt eine FFP2-Maskenpflicht. Veranstaltungsgäste müssen sich registrieren lassen.

Die Teilnehmerbegrenzungen und die Maskenpflicht sollen vorerst bis zum 1. September in Kraft bleiben.

Wie ist die Corona-Lage in Österreich pro Bundesland und Bezirk? Auskunft gibt das offizielle Dashboard der Regierungsagentur AGES.