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Deutsche Botschaft in Kabul: Flughafen kein sicherer Ort

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Von Euronews  mit dpa
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Deutsche Botschaft in Kabul: Flughafen kein sicherer Ort
Copyright  Lance Cpl. Nicholas Guevara/AP

Die Evakuierung von Menschen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul durch die Bundeswehr ist angesichts chaotischer Verhältnisse am Flughafen ins Stocken geraten. Zwei am Samstag gestartete deutsche Flieger konnten nur höchstens acht Personen nach Usbekistan bringen. Das teilte die Bundeswehr mit. Bei einem späteren Transporter gingen dann wieder deutlich mehr Schutzbedürftige an Bord - er flog 205 Menschen aus dem von den militant-islamistischen Taliban eroberten Land aus.

Deutsche Botschaft: Dem Flughafen fernbleiben

Große Probleme gibt es an den Zugängen zum Kabuler Flughafen, an dem sich weiterhin dramatische Szenen abspielen. Augenzeugen berichteten, dass dort Tausende Menschen ausharrten. Das Auswärtige Amt teilte mit, die Gates sind geschlossen.

Die deutsche und die amerikanische Botschaft in Kabul rieten ihren Staatsbürgern von Versuchen ab, den Flughafen zu erreichen. Derzeit sei es grundsätzlich sicherer, zu Hause oder an einem geschützten Ort zu bleiben, so die Aussage der deutschen Botschaft.

Die US-Botschaft rief amerikanische Staatsbürger dazu auf, den Flughafen aufgrund möglicher Sicherheitsbedrohungen zu meiden. Die afghanische zivile Luftfahrtbehörde machte deutlich, dass es weiter keine zivilen und kommerziellen Flüge geben werde.

Bundeswehr setzt auf Helikopter

Die Bundeswehr verlegte zwei Hubschrauber nach Kabul, um mehr Möglichkeiten bei den Evakuierungen zu haben. Die wendigen Helikopter kamen am Samstagmorgen in Kabul an und sind nach Angaben des Verteidigungsministeriums einsatzbereit. Damit sollten, nach Aussage der Bundeswehr, in Kabul "kleinere Gruppen zu Evakuierender im Stadtgebiet aufgenommen und sicher zum Flughafen transportiert" werden.

Informationen über konkrete Einsätze gab es zunächst nicht. Die Hubschrauber können nach Angaben der deutschen Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer nur in Abstimmung mit den Amerikanern und den anderen Partnerstaaten vor Ort eingesetzt werden.