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Kritik an Bidens gefährlicher Mission in Kabul

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Von Euronews mit dpa, AP
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Kritik an Bidens gefährlicher Mission in Kabul
Copyright  Staff Sgt. Victor Mancilla/Public Domain
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Tausende Menschen müssen noch aus Afghanistan evakuiert werden, bevor die US-Truppen am 31. August endgültig abgezogen werden solllen.

US-Präsident Joe Biden steht wegen der weiterhin chaotischen und gefährlichen Situation am Flughafen von Kabul in der Kritik. Menschen, die aus dem Land wollen, haben Probleme, zum Flughafen zu kommen. Das belgische Außenministerium bestätigte, dass eines seiner Evakuierungsflugzeuge leer abheben mussten, weil die Personen, die an Bord sein sollten, den Flughafen nicht erreichen konnten.

Ausgang der gefährlichen Mission in Kabul ungewiss

Der Ausgang der gefährlichen Mission in Kabul sei ungewiss, sagte Biden. "Wenn ich am 2. oder 3. Mai gesagt hätte, wir gehen nicht, wir bleiben. Glaubt irgendjemand wirklich, dass ich dann nicht wesentlich mehr amerikanische Streitkräfte hätte einsetzen müssen?"

Biden sagte in Washington an Journalisten gerichtet: "Schickt eure Söhne, eure Töchter in den Irak, so wie mein Sohn in den Irak geschickt wurde, um vielleicht zu sterben. Und wofür? Für was? Das einzig Vernünftige, was man tun konnte, war meiner Meinung nach, amerikanische Streitkräfte für die Evakuierung bereitzustellen."

Hunderte Evakuierte, darunter viele Familien mit Kindern, sind aus Katar am US-Militärstützpunkt im pfälzischen Ramsteinder eingetroffen. Die USA nutzen Ramstein als Drehkreuz für die Evakuierung. In den nächsten Tagen sollen weitere Flugzeuge eintreffen. Die Aufnahme von bis zu 5.000 Evakuierte kann der Militärstützpunkt abwickeln.

Nach Rückstau in Katar: mehr Standorte für die Ankunft von Afghanistan-Flüchtlingen

Das US-Mlitär geht davon aus, dass es in den kommenden Tagen weitere Standorte weltweit geben werde, an die Menschen aus Afghanistan vorübergehend gebracht werden könnten. Am Freitag waren US-Evakuierungsflüge aus Kabul vorübergehend gestoppt worden. Der Grund dafür war nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums, dass es in Katar keine Kapazität mehr gegeben habe, die Ankunft weiterer Reisender abzuwickeln.

In Spanien sind 110 Evakuierte gelandet, darunter afghanische Familien aus der Botschaft in Kabul und die Kapitänin der afghanischen paralympischen Frauenbasketballmannschaft Nilofar Bayat.