US-Abzug nach dem 31. August? Taliban drohen mit Konsequenzen

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Derzeit befinden sich US-Truppen in Afghanistan, um Staatsbürger der Vereinigten Staaten außer Landes zu bringen. Dies könnte noch bis in den September hinein andauern, so der US-Präsident. Die Taliban wollen keine Verlängerung gelten lassen.

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Die amerikanischen Truppen in Afghanistan sollen das Land bis zum 31. August verlassen. Ein Sprecher der radikal-islamischen Taliban hat nun erklärt, dass das Regime keine Verlängerung dieser Frist dulden werde. Zuvor hatte US-Präsident Joe Biden gesagt, die Rückführung der US-Staatsbürger könnte mehr Zeit in Asnspruch nehmen.

Konsequenzen drohen

"Das ist eine rote Linie. Biden hat versprochen, alle Truppen bis Ende August abzuziehen. Eine Verlängerung bedeutet eine Ausdehung der Besatzung. Der Bruch dieses Versprechens ist ein Grund zum Misstrauen. Das wird eine Reaktion nach sich ziehen, so Suhail Shaheen.

Der Sprecher bestritt, dass afghanische Staatsbürger das Land aus Angst vor den Taliban verließen. Vielmehr ginge es um wirtschaftliche Beweggründe.

Taliban geben sich möglichst harmlos

Die Taliban sind berüchtigt für ihre besonders strenge Auslegung der Sharia während ihrer Herrschaft von 1996 bis 2001. Nach der erneuten Machtübernahme haben Sprecher mehrfach eine mildere Herrschaft angekündigt.

Ungeachtet dessen fliehen verängstige Afghaninnen und Afghanen aus dem Land, die Massenflucht führte zu chaotischen Szenen am Flughafen der Hauptstadt Kabul. Mindestens sieben Menschen sind dabei bisher ums Leben gekommen.

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