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G20-Gipfel zu Afghanistan: Rom fordert "wesentliche Rolle" Russlands

Sergej Lawrow traf in Rom Mario Draghi und Luigi Di Maio
Sergej Lawrow traf in Rom Mario Draghi und Luigi Di Maio Copyright AP/Russian Foreign Ministry Press Service
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Von Giorgia OrlandiEuronews mit AP, dpa
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Italien hat gegenwärtig den Vorsitz der G20-Staaten inne und will in dieser Funktion einen Sondergipfel einberufen. Dabei könnte mehreren Nicht-Mitgliedstaaten eine Sonderrolle zufallen.

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Italien will zeitnah, eventuell im September, einen G20-Sondergipfel zur Lage in Afghanistan einberufen. Das Land hat derzeit den G-20-Vorsitz inne und möchte bei der Krisen-Erörterung auch Russland und China mit einbeziehen.

Das wurde nach einem Treffen des russischen Außenministers Sergej Lawrow mit Regierungschef Mario Draghi und Außenminister Luigi Di Maio in Rom bekannt.

Lawrow forderte die Einbeziehung von Afghanistans Nachbarländern Iran und Pakistan. Und er sagte weiter: "Die Lektionen müssen gelernt werden - nach Irak, nach Libyen und jetzt nach Afghanistan. Versuche, ein fremdes Wertesystem aufzuzwingen, sind sehr brisant. Ich hoffe sehr, dass es beim nächsten Mal möglich sein wird, eine solche Schlussfolgerung in den Köpfen der Politiker zu verankern, die weitere Aktionen auf fremden Territorien in Erwägung ziehen."

"Tiefe Besorgnis"

Di Maio sprach Russland eine "wesentliche Rolle" zu. Es gehe darum, einen Plan zu entwickeln, wie man die afghanische Bevölkerung auch in Zukunft unterstützen kann. Ferner sagte Di Maio: "Wir sind davon überzeugt, dass Moskau in einem Kontext, der nur tiefe Besorgnis hervorrufen kann, eine Schlüsselrolle bei der Bewältigung der aktuellen Krisensituation und in Zukunft bei der Erreichung eines einheitlichen internationalen Ansatzes spielt. Denn nur ein gemeinsames globales Vorgehen kann gegenüber den neuen Machthabern in Kabul Wirkung entfalten."

Giorgia Orlandi kommentierte in Rom: "Lawrows zweitägiger Besuch in Rom ist Teil der Bemühungen Italiens, eine führende Rolle bei der Lösung der Afghanistan-Krise zu spielen. Er ist Teil eines Prozesses für eine Konsensbildung im Hinblick auf den nächsten G20-Gipfel, da Italien in diesem Jahr die G20-Präsidentschaft innehat."

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