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Gedenkgottesdienst für Flutopfer in Aachen: "Mein Leben wurde in einer Nacht erschüttert"

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Von euronews
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Auch Kanzlerin Merkel, Bundestagspräsident Schäuble und Bundespräsident Steinmeier nahmen an dem Gottesdienst teil.
Auch Kanzlerin Merkel, Bundestagspräsident Schäuble und Bundespräsident Steinmeier nahmen an dem Gottesdienst teil.   -   Copyright  Oliver Berg/(c) dpa-Pool
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In Aachen ist der Opfer der Flutkatastrophe vom Juli gedacht worden. An dem Gedenkgottesdienst im Dom nahmen neben Bundeskanzlerin Angela Merkel und weiteren Politiker:innen auch Betroffene teil.

Überlebt ja, aber zu welchem Preis.
Renate Steffes
Flutopfer aus Ahrweiler

"Meine Leben mit all seinen guten und schlechten Erfahrungen wurde in dieser einen Nacht in Ahrweiler durch eine wesentlich schlechtere Erfahrung erschüttert", so Renate Steffes aus Ahrweiler. "Übelebt ja, aber für welchen Preis. Die Verluste werden von Tag zu Tag deutlicher.

Steinmeier: Müssen Klimawandel entschlossen bekämpfen

Die Redner bekundeten ihre Anteilnahme - mahnten aber auch, in Zukunft müsse besser vorgesorgt werden, um Leid zu ersparen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier rief dazu auf, den Klimawandel entschlossen zu bekämpfen. Deutschland müsse sich darauf einstellen, in Zukunft häufiger und heftiger von extremen Wetterlagen getroffen zu werden. "Und wir müssen viel umfassender Vorsorge treffen, um uns besser zu schützen", sagte er. Steinmeier betonte, die Menschen in den Katastrophengebieten bräuchten Hilfe und Aufmerksamkeit auch dann noch, "wenn die Fernsehkameras abgebaut sind und längst andere Nachrichten die Schlagzeilen beherrschen".

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, äußerte die Hoffnung, dass das Schicksal der Menschen, an dem alle Anteil nähmen, das Land verändere. "Dass wir alles dafür tun, damit Menschen in der Zukunft solches Leid erspart bleibt", sagte er.

In Folge der heftigen Regenfälle und Überflutungen vom 14. und 15. Juli starben in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern über 180 Menschen. In Rheinland-Pfalz werden immer noch 73 Menschen vermisst.