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Chaos nach "Gota fría": 28 der 50 Provinzen in Spanien betroffen

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Von Euronews mit DPA /AFP
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Chaos nach "Gota fría": 28 der 50 Provinzen in Spanien betroffen
Copyright  Joan Mateu Parra/Joan Mateu Parra
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Tarragona, im Nordosten Spaniens am Tag nach der Flut: Felder und Straßen stehen unter Wasser, Häuser sind zum Teil eingestürzt, Strände unterspült. Das ganze Ausmaß der Zerstörung ist noch nicht abzusehen.

Schwere Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen am Mittwoch und Donnerstag) haben 28 der insgesamt 50 Provinzen Spaniens in Mitleidenschaft gezogen, vor allem im Osten und Nordosten des Landes.

In der katalanischen Küstengemeinde Alcanar fielen binnen 24 Stunden rund 250 Liter Wasser pro Quadratmeter - 70 davon innerhalb einer halben Stunde.

Zwei deutsche Urlauberinnen ertrunken

Vielerorts fiel der Strom aus, Menschen mussten evakuiert werden. Auf Mallorca ertranken zwei Urlauberinnen aus Deutschland, die sich in der Nacht auf Donnerstag trotz roter Flagge in das vom Sturm stark aufgewühlte Meer gewagt hatten. Weitere Todesopfer aufgrund der Unwetter wurden zunächst nicht gemeldet.

Nicht nur die Küste, auch das Landesinnere, besonders die Region Kastilien-La Mancha, waren betroffen. In der Provinz Toledo rissen Sturzfluten Autos mit sich, überschwemmten Geschäfte und bedeckten die Straßen mehrerer Städte mit Schlamm und Trümmern.

Wetterphänomen "Gota fría"

In einigen Gebieten wurden die heftigen Regenfälle auch von Hagel begleitet und die Ernten zerstört.

Die Lage hat sich nach dem Wetterphänomen "Gota fría" wieder etwas beruhigt. Dennoch gilt für mehrere Provinzen in Navarra, Katalonien und Valencia nach wie vor Alarm stufe Gelb.

Das vor allem in der spanischen Mittelmeerregion in den Monaten September und Oktober häufige Phänomen des "kalten Tropfens" basiert auf stark schwankenden Temperaturen von Meer und Luft. Es entsteht, wenn sich die ersten atlantischen Tiefausläufer mit feuchtkalter Luft über das warme Mittelmeer schieben.