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Afghanistan: 4 Mio. Menschen akut von Hungersnot bedroht

Afghanistan: 4 Mio. Menschen akut von Hungersnot bedroht
Copyright Altaf Qadri/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Euronews mit dpa
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Nach Angaben der Vereinten Nationen leiden rund 4 Millionen Afghan:innen unter einer Nahrungsmittelknappheit. 97 Prozent der Bevölkerung könnten unter die Armutsgrenze abzurutschen.

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Nach Angaben der Vereinten Nationen leiden rund 4 Millionen Afghan:innen unter einer Nahrungsmittelknappheit. Die meisten von ihnen leben in ländlichen Regionen, wo in den kommenden Monaten rund 30 Millionen Euro für die Aussaat von Winterweizen, Futtermittel für das Vieh und finanzielle Unterstützung für bedürftige Familien und ältere Menschen benötigt werden, so Rein Paulsen, Direktor des Büros für Notfälle und Resilienz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO). 

"Es gibt 14 Millionen Afghanen, die sich nach unserer Einschätzung in einer Hungerkrise oder einer Notsituation befinden. Vier Millionen davon werden von der FAO als Notfälle eingestuft", erklrät Rein Paulsen. 

"Das bedeutet, es gibt extreme Lücken in der Nahrungsmittelversorgung, ein sehr hohes Maß an akuter Unterernährung und eine hohe Sterblichkeit."

Rein Paulsen sagt, dass die Landwirtschaft sei für die afghanische Bevölkerung unverzichtbar sei. Sie erwirtschafte etwas mehr als 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des Landes, beschäftige rund 45 Prozent der Arbeitskräfte und biete vor allem 80 Prozent der afghanischen Bevölkerung eine Lebensgrundlage.

Laut der UN laufen 97 Prozent der Bevölkerung Gefahr, unter die Armutsgrenze abzurutschen, wenn nicht umgehend Maßnahmen zur Bewältigung der politischen und wirtschaftlichen Krise des Landes eingeleitet werden.

Auf der internationalen Afghanistan-Konferenz Anfang dieser Woche haben zahlreiche Staaten Hilfsgelder in Höhe von gut einer Milliarde Euro zugesagt - und gleichzeitig Forderungen in punkto Menschenrechte an die herrschenden Taliban gestellt. 

Die Summe umfasst Soforthilfe für die Not leidende Bevölkerung sowie Entwicklungshilfe und Unterstützung für Nachbarländer, die Flüchtlinge aufnehmen, wie UN-Nothilfekoordinator Martin Griffiths am Montag in Genf sagte.

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