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Frauen protestieren in Kabul gegen Arbeitsverbot

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Copyright AP/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Von euronews
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Der Taliban-Bürgermeister von Kabul hat bekannt gegeben, nur Frauen, "die Positionen innehatten, die nicht mit Männern besetzt werden können, dürfen an ihren Arbeitsplatz zurückkehren." Der Protest eines guten Dutzend mutiger Afghaninnen dauerte ganze 10 Minuten, dann wurde er von Taliban aufgelöst.

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Etwas mehr als ein Dutzend mutiger Frauen hat in Kabul für ihre Rechte protestiert – nach gut 10 Minuten war der Marsch nach Intervention durch die Taliban beendet. Weibliche Regierungsangestellte haben Anweisung erhalten, nur zu arbeiten, wenn sie nicht durch Männer ersetzt werden können.

Im Islam haben Frauen mehr Rechte. Warum nehmen sie uns unsere Rechte? Die Schulen müssen für Frauen wieder geöffnet werden, und sie sollten an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Alle Angestellten sollten wieder wie früher arbeiten. Um mehr bitten wir nicht. Wir fordern unser Menschenrecht.

Basira Tawana protestiert für Frauenrechte in Afghanistan

Die Ideologie der Taliban wirft uns 20 Jahre zurück. Die Frauen haben Angst, dass die Errungenschaften und der Fortschritt der letzten 20 Jahre zerstört werden. Deshalb versuchen Frauen jetzt, in die Nachbarländer zu fliehen.

Marzia Ahmadi Frauenrechtsaktivistin

Der von den Taliban eingesetzte Bürgermeister Kabuls Molavi Hamdullah Nomani hatte bekannt gegeben, nur Frauen, "die gebraucht werden oder Positionen innehatten, die nicht mit Männern besetzt werden können, dürfen an ihren Arbeitsplatz zurückkehren." Die anderen Frauen müssten zu Hause bleiben, würden aber trotzdem bezahlt. Rund ein Drittel der Stadtverwaltung von Kabul ist weiblich besetzt.

Während ihrer früheren Herrschaft in den 1990er Jahren hatten die Taliban Mädchen und Frauen von Schulen, Arbeitsplätzen und dem öffentlichen Leben ausgeschlossen.

In den letzten Tagen erließ die neue Taliban-Regierung mehrere Dekrete, mit denen die Rechte von Mädchen und Frauen eingeschränkt wurden. Schülerinnen der Mittel- und Oberstufe dürfen vorerst nicht mehr zur Schule gehen, während Jungen in diesen Klassenstufen am Wochenende den Unterricht wieder aufnahmen.

Studentinnen an Universitäten wurde mitgeteilt, dass das Studium von nun an in geschlechtergetrennten Räumen stattfindet und dass sie sich an eine strenge islamische Kleiderordnung halten müssen.

Nach ihrer Rückkehr an die Macht in Kabul hatten die Taliban versprochen, die Rechte der Frauen zu erhalten, in der Taliban-Regierung ist allerdings keine einzige Frau vertreten. ´Das Ministerium für Frauenangelegenheiten wurde durch ein Ministerium für "Förderung der Tugend und Verhütung des Lasters" ersetzt.

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