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Mit Fußball gegen Rassismus: Migrantenmannschaft in Mailand

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Von Luca Palamara
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Mit Fußball gegen Rassismus: Migrantenmannschaft in Mailand
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Nein, das sind keine hochbezahlten Fußballer aus Afrika oder Brasilien, das sind Spieler des FC Sant'Ambroeus in Mailand.

Der kleine Fußballverein ist etwas besonderes: Er setzt sich aus Männern zusammen, die als Migranten nach Italien kamen. Und: Sant'Ambroeus gehört sogar dem italienischen Fußballverband Norditalien an.

Trainer Daniele Raduazzo ist stolz auf seine Truppe: "Wir sind eine multiethnische Fußballmannschaft und wollen in Mailand sowohl ein sozialer als auch ein sportlicher Bezugspunkt sein. Wir nutzen Fußball als Mittel zur Integration und zum Austausch. Fußball eignet sich gut zur Bekämpfung von Rassismus."

Der Club wurde vor fünf Jahren mit dem Ziel gegründet, Migranten und Flüchtlingen eine Chance zu geben, Freundschaften zu schließen und sich in die Gesellschaft zu integrieren, kämpft aber seitdem gegen die italienischen Gesetze, die den Aufenthaltsstatus der Männer regeln.

Vereinspräsident Davide Salvadori erklärt: "Der italienische Fußballverband findet das ganz toll, dass wir mit einer solchen Mannschaft dabei sind. Aber wir müssen uns gleichzeitig mit Gesetzen auseinandersetzen, die mit Fußball nichts tun haben, mit Gesetzen, die die Migrationspolitik Italiens prägen und diese Gesetze sind autoritär und freiheitsfeindlich."

Wenn sie auf dem Platz stehen, sind sie keine Pizzafahrer oder Türsteher mehr, sondern hier sind sie Verteidiger oder Stürmer, hier sind sie keine Flüchtlinge, hier spielen sie für die Farben ihres Vereins.

Issa Doumbia, Spieler beim FC Sant'Ambroeus meint: "Schwarz und Weiß, Menschen aus Mali, dem Senegal, Guinea oder Kamerun, Serbien, aus vielen Länder, auch einer aus Marokko. Hier spielen wir alle zusammen."

Der Fußballverein hat einen festen Platz in der Stadt Mailand. Der Club ermöglicht ihnen auch den Besuch zusätzlicher Italienischkurse, um ihren Integrationsprozess zu fördern. Für die Spieler ist ihr Verein auch eine Möglichkeit, am sozialen Leben teilzunehmen.