Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Corona-Gesundheitspass setzt sich in Europa immer mehr durch

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
euronews_icons_loading
Corona-Gesundheitspass setzt sich in Europa immer mehr durch
Copyright  Andrew Medichini/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Der "Green Pass" in Italien, der "Pass Sanitaire" in Frankreich oder Belgien - ohne ihn geht in vielen Ländern Europas nichts mehr. In Italien kann man ohne ihn nicht mal zur Arbeit gehen.

Ab heute gilt in Italien eine strenge Regel, um das Coronavirus in Schach zu halten. Alle Arbeitnehmer:innen müssen einen Gesundheitspass, den "Green Pass" vorlegen, der belegt, dass sie geimpft, genesen oder in den letzten 48 Stunden negativ getestet worden sind. Bei Verstößen drohen hohe Geldstrafen oder in öffentlichen Dienst Suspendierungen.

Italiens "Super Green Pass"

Arbeitnehmer müssen bis zu 1.500 Euro zahlen, Arbeitgeber bis zu 1.000 Euro, wenn sie die Vorschriften nicht einhalten. Angestellte des öffentlichen Sektors werden suspendiert, wenn sie fünf Mal nicht mit Gesundheitspass erscheinen.

Betroffen sind 18 Millionen Angestellte und fünf Millionen Selbständige, für die die Regel ebenfalls gilt. Die Süddeutsche Zeitung schreibt, dass die Italiener von einem "Super Green Pass" sprechen, da kein Land so weit ginge wie ihres. Von den 18 Millionen Angestellten und Beamten hätten 14 Millionen den "Green Pass" bereits heruntergeladen, die allermeisten von ihnen als Geimpfte. Etwa vier Millionen müssen noch überzeugt werden.

Ähnlichen Maßnahmen in auch in Slowenien und in Griechenland

In Italien hat es zuletzt große Demonstrationen gegen den sogenannten "grünen Pass" gegeben. Am Samstag hatten in Rom Tausende Menschen gegen die Maßnahme protestiert, die Situation war eskaliert, es kam zu Gewalt.

Auch in Slowenien und in Griechenland haben die Regierungen in dieser Woche ähnliche Maßnahmen verabschiedet.

Nach Deutschland gibt es jetzt auch in Frankreich keine kostenlosen Coronatests mehr, sie müssen ab heute selbst bezahlt werden. Test aus medizinischen Gründen bleiben weiterhin kostenfrei. Der Gesundheitspass, der eine Impfung oder ein negatives Testergebnis nachweist, ist in Frankreich in vielen öffentlichen Räumen bereits obligatorisch.

Belgien: Brüssel und Wallonien streng, Flandern lax

In Belgien wird die Vorlage eines Gesundheitspasses ab heute für bestimmte öffentliche Bereiche zunächst in der Hauptstadt Brüssel zur Pflicht. In der südlichen Region Wallonien tritt diese Regel am 1. November in Kraft. Dort wurde die Umsetzung aufgrund einer fehlenden Rechtsgrundlage verschoben.

Das Dokument, das bereits seit diesem Sommer für Veranstaltungen, die Menschen anziehen können, verlangt wird, muss unabhängig von der Größe am Eingang von Diskotheken, Krankenhäusern, Altenheimen, Sporthallen, Hotels, Cafés und Restaurants vorgelegt werden. Anders als in Frankreich sind Terrassen nicht von der QR-Code-Pflicht betroffen.

An der belgischen Küste, in Brügge, Gent, Kortrijk oder Antwerpen wird jedoch kein Gesundheitspass benötigt. In der nördlichen Region Flandern wurde beschlossen, diese Maßnahme nicht anzuwenden.

Die Vorschriften sind in Belgien von Region zu Region unterschiedlich. Flandern hatte bereits die Pflicht zum Tragen einer Maske abgeschafft, insbesondere in Geschäften. In der Region Brüssel-Hauptstadt und in Wallonien ist sie hingegen weiterhin obligatorisch.