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Causa Kurz: Burgtheater bringt Chatprotokolle auf die Bühne

Ensemblemitglieder des Burgtheaters
Ensemblemitglieder des Burgtheaters Copyright Lukas Beck/(c) Lukas Beck
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Von Euronews
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In einem am Samstag Online gestellten Video lesen Ensemblemitglieder aus den Chat-Nachrichten der Verdächtigen, die von Staatsanwälten ausgewertet wurden. Schauspieler schlüpften dabei in die Rolle von Sebastian Kurz, Thomas Schmid und anderer an der Affäre Beteiligten.

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Das Burgtheater in Wien hat in Zusammenarbeit mit der Zeitung "Der Standard" die aktuellen Korruptionsvorwürfe gegen Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz und seine Mitarbeiter auf originelle Weise greifbar gemacht.

In einem am Samstag Online gestellten Video lesen Ensemblemitglieder aus den Chat-Nachrichten der Verdächtigen, die von Staatsanwälten ausgewertet wurden. Schauspieler schlüpften dabei in die Rolle von Sebastian Kurz, Thomas Schmid und anderer an der Affäre Beteiligten.

"Damit Sie sich selbst ein Bild von all den Vorgängen machen können", hieß es in der Ankündigung.

Bei dem Gemeinsschaftporjekt übernahm "Der Standard" die Auswahl der Chats, erarbeitete die Textfassung und war für die Videoproduktion zuständig.

Die künstlerische Umsetzung der Lesung oblag dem Burgtheater; Direktor Martin Kušej führte Regie. Die Aufzeichnung fand auf der Probebühne im Wiener Arsenal statt.

Zum Hintergrund: Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft führte in der vorigen Woche Razzien im Kanzleramt und in der Zentrale der konservativen Kanzlerpartei ÖVP durch. Zentrale Informationsquelle der Emittlungen sind Chatprotokolle vom Handy des Ex-Generalsekretärs im Finanzministerium, Thomas Schmid. Diese lassen laut Staatsanwaltschaft auf eine langjährige Freundschaft zwischen Schmid und dem zurückgetretenen Kanzler Kurz schließen.

Kurz und neun andere Personen stehen im Verdacht, mit Steuermitteln positive Medienberichte erkauft und geschönte Umfragen bestellt zu haben.

Kurz bestreitet die Vorwürfe. Er trat jedoch auf Druck der mitregierenden Grünen zurück und übergab sein Amt dem bisherigen Außenminister Alexander Schallenberg.

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