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Flucht vor Armut und Gewalt: Neue "Migrantenkarawane" in Mexiko gestartet

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Von Eruonews  mit DPA / AFP
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Migrantenkarawane in Tapachula, Chiapas
Migrantenkarawane in Tapachula, Chiapas   -   Copyright  DAMIAN SANCHEZ/AFP

In Tapachula, im südmexikanischen Bundesstaat Chiapas, haben sich mehr als 2.000 Menschen zu einer sogenannten Migrantenkarawane zusammengeschlossen und sind in Richtung Norden aufgebrochen.

Nach Angaben einer Organisation, die die Migranten begleitet, handelt sich vor allem um Mittelamerikaner, aber auch Haitianer seien dabei. Trotz eines hohen Polizeiaufgebots gelinge es der Menschengruppe voranzukommen.

Viele wollen weiter - in die USA

Das erste Ziel der Karawane ist demnach Mexiko-Stadt. Viele wollen aber weiter - in die USA. "Wir kämpfen, um zu sehen, ob wir bis an die Nordgrenze kommen", sagte der Nicaraguaner Antonio López (49) der dpa gegenüber. Seit fünf Monaten habe er in Tapachula festgesteckt und auf eine Möglichkeit gewartet, um in den Norden aufzubrechen. Nun will er auf der Suche nach dem amerikanischen Traum bis nach Tijuana.

Zehntausende sind in den letzten Monaten über die südliche Grenze aus Guatemala nach Mexiko eingereist, um über die nördliche Grenze in die Vereinigten Staaten zu gelangen.

Flucht vor Gewalt und Armut

Insbesondere Mittelamerikaner und Haitianer fliehen Gewalt und Armut in ihren Ländern und haben sich fürs Erste in Tapachula niedergelassen.

Im August waren mehrere Hundert Haitianer, Kubaner und Mittelamerikaner, die in Tapachula aufbrachen, von mexikanischen Sicherheitskräften gestoppt worden.

Mexiko verlangt von Migranten, die ein humanitäres Visum oder Asyl beantragen, dass sie im südlichen Grenzstaat Chiapas bleiben, solange ihre Fälle bearbeitet werden.