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5-jährige Jesidin verdurstet: 10 Jahre für IS-Rückkehrerin Jennifer W.

Jennifer W. vor der Urteilsverkündung
Jennifer W. vor der Urteilsverkündung Copyright AFP
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Von ras mit dpa
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Jennifer W. hatte im Irak tatenlos zugesehen, wie ein 5-Jähriges jesidisches Mädchen in der prallen Sonne angekettet verdurstete. 2014 war die 30-Jährige Deutsche in den Irak gegangen, um dort aus Überzeugung einen IS-Kämpfer zu heiraten.

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Im Prozess gegen die IS-Rückkehrerin Jennifer W. hat das Oberlandesgericht München die 30-jährige zu zehn Jahren Haft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland, Beihilfe zum versuchten Mord, zu versuchten Kriegsverbrechen und wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt.

Jennifer W. hatte im Irak tatenlos zugesehen, wie ein kleines jesidisches Mädchen angekettet in der prallen Sonne verdurstete. Zur Strafe fürs Bettnässen soll ihr Ehemann die Fünfjährige an einem Fenstergitter angebunden haben. Die Angeklagte habe nichts dagegen unternommen, was den Tatbestand des Mordes durch unterlassen erfülle. Die Bundesanwaltschaft hatte lebenslang gefordert, die Verteidigung auf maximal zwei Jahre plädiert.

2014 war Jennifer W. in den Irak gegangen, um dort aus ideologischer Überzeugung einen IS-Kämpfer zu heiraten. Der Prozessbeginn 2019 war die weltweit erste Anklage wegen Straftaten von IS-Mitgliedern gegen die religiöse Minderheit der Jesiden. Der Ex-Mann von Jernnifer W. steht in Frankfurt vor Gericht.

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