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In Deutschland steigt 7-Tage-Inzidenz auf fast 150 - was kommt jetzt?

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Von Euronews
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Studentinnen und Studenten in Deutschland - in Zeiten des Coronavirus
Studentinnen und Studenten in Deutschland - in Zeiten des Coronavirus   -   Copyright  Rolf Vennenbernd/(c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

An diesem Sonntag berechnet das Robert Koch-Institut die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf fast 150 - auf genau 149,4. In den vergangenen 24 Stunden wurden 16 887 neue Ansteckungen bestätigt. Zudem gab es 33 weitere Todesfälle durch Covid-19 in Deutschland.

Forderung nach Impfpflicht

Der Moderator Micky Beisenherz fordert im STERN eine Impfpflicht. Tatsächlich sind in Deutschland mehr als 55 Millionen Menschen vollständig geimpft, doch zuletzt ging es mit der Impfquote, die bei etwa 67 Prozent liegt, kaum voran.

Micky Beisenherz meint: "Da, wo der Shot verbindlich ist, ist auch der Impfverweigerer vor dem Gesichtsverlust vor seiner Peergroup geschützt. Wenn es der Gesetzgeber vorschreibt, muss auch der Skeptiker den Gang zum Arzt nicht mehr rechtfertigen. Es würde uns auch befreien von den entsetzlichen Impfdebatten, die nicht selten ins Pastorale abdriften, wenn die private Impf-Entscheidung eines Nationalspielers in die Öffentlichkeit gezerrt wird und sich zwischen Angela Merkel und Uwe Seeler öffentlich alle um die Antikörper des Mannes sorgen dürfen."

Das Gesundheitsministerium wirbt für Auffrischungsimpfungen, die auch Booster-Impfungen genannt werden. Die 3. Dosis steht grundsätzlich allen, ist aber laut Expertinnen und Experten besonders für Risikogruppen wichtig und wird von der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Menschen über 70 Jahren empfohlen.

Das RKI hatte in seinem Wochenbericht auch von einem deutlichen Anstieg der Fallzahlen in Alten- und Pflegeheimen gesprochen.

Auch zuvor mit AstraZeneca oder einem Vektorimpfstoff Geimpfte sollten sich laut Gesundheitsministerium sechs Monate nach der Immunisierung mit einem mRNA-Vakzin impfen lassen.

In BILD AM SONNTAG spricht sich der geschäftsführende Gesundheitsminister Spahn für einen sogenannten "Booster-Gipfel" in Form eines Bund-Länder-Treffens, um das Tempo bei den Auffrischungsimpfungen zu erhöhen.

Impfzentren in Deutschland wieder öffnen?

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich für die Wiedereröffnung der Impfzentren aus. Er schreibt auf Twitter: "Realistischerweise gibt es jetzt nicht viele Möglichkeiten mit grosser Wirkung. Die erste ist konsequent 2G anzuwenden. Das senkt die Fallzahlen stark. Und die zweite ist eine viel schnellere Boosterimpfung. Dafür müsste man die Impfzentren wieder öffnen."

Die von Lauterbach befürwortete 2G-Regel bedeutet, dass nur noch Geimpfte und Genesene beispielsweise in Restaurants oder an Veranstaltungen in Innenräumen teilnehmen dürfen. Bei 3G - für geimpft, genesen und getestet - werden auch Personen mit aktuellem Corona-Test eingelassen.